UN-Tribunal
Keine Hinweise auf Vergiftung Milosevics

Die Blutanalysen an der Leiche des jugoslawischen Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic haben laut UN-Tribunal keine Hinweise auf eine Vergiftung ergeben. Die Untersuchung werde aber fortgesetzt.

HB DEEN HAAG. Es habe Spuren derjenigen Medikamente gegeben, die Milosevic verschrieben worden waren - „aber nicht in einer toxischen Konzentration“, hieß es in einer Erklärung des UN-Tribunals in Den Haag. Auch das Lepra- und Tuberkulosemittel Rifampicin, das bei einer früheren Untersuchung in Milosevics Blut entdeckt worden war, sei jetzt nicht festgestellt worden. Dieses Mittel kann die Wirkung der Milosevic verschriebenen Blutdruckmedikamente ausschalten.

Das Tribunal kündigte eine unabhängige Überprüfung des Gefängnisses Scheveningen an, in dem Milosevic am vergangenen Wochenende starb. Milosevic war am Samstag tot in seiner Zelle im UN-Gefängnis gefunden worden. Der Obduktion zufolge starb er an Herzversagen.

Indes hat in Begrad die Trauerzeremonie für Miloseviv begonnen. Hunderte Anhänger des früheren serbischen Präsidenten zogen am Sarg des Verstorbenen im Revolutionsmuseum vorbei. Die sterblichen Überreste sind dort seit Donnerstag aufgebahrt. Ein privater Fernsehkanal übertrug das Geschehen. An der Zeremonie nahm kein Mitglied der Milosevic-Familie teil. Die Witwe, Mirjana Markovic, und Sohn Marko sind weiterhin in Moskau, während Tochter Marija in Montenegro lebt. Milosevic soll am Samstag in seiner Heimatstadt Pozarevac beigesetzt werden.

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