UN verlegt Volksabstimmung: Zypern-Abstimmung vorverlegt

UN verlegt Volksabstimmung
Zypern-Abstimmung vorverlegt

Bereits einen Tag früher als geplant dürfen die griechischen und türkischen Bewohner Zyperns nun am 20. April über den UN-Plan zur Wiedervereinigung der Mittelmeerinsel abstimmen.

HB NIKOSIA. Die beiden Konfliktparteien seien bereits über den neuen Termin informiert worden, teilten die Vereinten Nationen (UNO) am Montag mit. Ursprünglich hatte die UNO am 21. April abstimmen lassen wollen. Doch wäre dann das Referendum auf den Jahrestag eines Militärputsches in der griechischen Hauptstadt Athen gefallen, der letztlich für die Teilung der Insel mitverantwortlich war.

Die Teilung Zyperns geht auf die türkische Invasion im Nordteil im Jahr 1974 zurück. Dem vorausgegangen war ein Putsch der griechischen Zyprer, die von der damals in Griechenland herrschenden Militärjunta unterstützt wurden. Derzeit verhandeln Vertreter beider Inselteile über einen UNO-Plan, der einen zyprischen Staat in Form einer losen Föderation der beiden Volksgruppen vorsieht. Ohne eine Einigung würde am 1. Mai nur der griechische Inselteil Mitglied der Europäischen Union (EU).

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