UN-Versammlung
Neue Atomgespräche mit dem Iran

In den kommenden Tagen führen die fünf Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland Atomgespräche mit dem Iran. Irans neuer Präsident Hassan Ruhani schlug zuletzt moderate Töne an.

New YorkDie fünf Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland sollen in den kommenden Tagen Atomgespräche mit dem Iran führen. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sagte am Montag, es sei ein Treffen mit dem iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif geplant. Aus US-Kreisen verlautete, auch der amerikanische Außenminister John Kerry werde teilnehmen. Ashton hatte sich mit Sarif anlässlich der UN-Vollversammlung in New York getroffen. Schwerpunkt des "konstruktiven Gesprächs" sei das iranische Atomprogramm gewesen. Zur Vollversammlung wird auch Irans neuer Präsident Hassan Ruhani erwartet. Er hat moderate Töne angeschlagen. Mit Spannung wird verfolgt, ob Ruhani in New York direkt mit US-Präsident Barack Obama sprechen wird. Es wäre das erste Treffen dieser Art seit der iranischen Revolution 1979.

Sarif gilt ebenfalls als moderat und gehörte 2003 bis 2005 zu den Unterhändlern, die unter Ruhanis Führung im Atomstreit mit der EU verhandelten. Das Treffen der fünf Veto-Mächte - die USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und China - und Deutschlands anlässlich der Vollversammlung ist bereits seit längerem für Donnerstag geplant. Ziel werde es nun sein, "kurze Gespräche" zu führen, sagt Ashton. Für Oktober sei dann ein Treffen zum Atomstreit in Genf geplant. Auf die Frage, ob ein Durchbruch greifbar sei, sagte sie, die "Energie und Entschlossenheit" Sarifs sei bemerkenswert gewesen.

Zwar dürfte auf der Vollversammlung - zu der auch Noch-Bundesaußenminister Guido Westerwelle reist - die Syrien-Krise das vordringlichste Thema sein. Allerdings hat der im Juni gewählte Ruhani mit einer neuen Tonlage im Atomstreit für Aufmerksamkeit gesorgt. Er werde in New York das "wahre Gesicht des Irans" als ein kultiviertes und friedliebendes Land präsentieren, erklärte Ruhani am Montag im Internet. In den vergangenen Jahren habe es eine verzerrte Darstellung gegeben. Gleichzeitig verlangte Ruhani ein Ende der "illegalen und inakzeptablen" Sanktionen.

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