Unabhängige Kandidaten
Neue Sorge für Republikaner

Im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf droht den Republikanern nicht nur Gefahr von Seiten der Demokraten. Zwei Schwergewichte aus den eigenen Reihen wollen als unabhängige Kandidaten auftreten: Michael Bloomberg, Bürgermeister von New York, und Chuck Hagel, couragierter Senator aus Nebraska.

WASHINGTON. Drei Favoriten auf das Ticket für die amerikanische Präsidentschaftskandidatur bietet die republikanische Partei derzeit auf: John McCain, Rudolph Giuliani und Mitt Romney. Doch allen fehlt jene Dynamik, die Siegertypen auszeichnet – wie etwa auf der Gegenseite Hillary Clinton und Barack Obama. Jetzt droht den Konservativen eine weitere Gefahr bei der Verteidigung des Weißen Hauses: die Bewerbung von zwei prominenten Republikanern als unabhängige Kandidaten. Im Gespräch sind dabei zwei Schwergewichte: Michael Bloomberg, Bürgermeister von New York, und Chuck Hagel, couragierter Senator aus Nebraska.

Neue Nahrung erhielten diese Spekulationen am vergangenen Wochenende, als Hagel bei einem Spendendinner in Omaha, Nebraska, erneut laut über die Entwicklung der republikanischen Partei nachdachte. Und wie bereits schon eine Woche zuvor machte Hagel keinen Hehl aus seiner Kritik, dass er seine Partei vom rechten Weg abweichen sieht. Hagel sprach davon, dass sich die Republikaner auf die Tugenden eines Dwight D. Eisenhower und Ronald Reagan zurück besinnen müssten. Und dass sie ihr Land, die USA, über die Partei stellen sollten. „Die republikanische Partei hat ihren Anker verloren“, sagte Hagel.

Chuck Hagel spielte im Senat in den letzten Wochen die entscheidende Rolle, als es um die Verabschiedung des Budgets für die Kriege in Afghanistan und Irak ging. Nachdem Hagel die Seiten gewechselt hatte und mit den Demokraten stimmte, wurde jener Beschluss gefasst, der die Freigabe von Mitteln für die Armee mit einem Abzugstermin der Soldaten aus dem Irak koppelte. Das Gesetz wurde erst durch ein Veto des Präsidenten George W. Bush zu Fall gebracht.

Als Hagel kürzlich auf die Möglichkeit angesprochen wurde, als unabhängiger Kandidat ins Rennen zu gehen, wollte er dies nicht ausschließen – und brachte selbst Michael Bloomberg ins Gespräch. Dieser, so Hagel, sei jemand, der sich eine solche Option ernsthaft überlegen sollte. „Bloomberg ist der Bürgermeister einer der größten Städte der Welt – und er schafft es, dass diese Stadt funktioniert. Das ist es, was Amerika braucht.“

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