Unbeliebter Grexit
Mehrheit der Griechen für Verbleib in Euro-Zone

Die Mehrheit der Griechen wünscht sich einen Kompromiss ihrer neuen Regierung mit den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds. Einen Grexit würden nur gut 27 Prozent der griechischen Bevölkerung riskieren.
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AthenDie große Mehrheit der Griechen ist für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone. Rund 70 Prozent der Befragten sprachen sich in einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Zeitung „Efimerida Ton Syntakton“ für einen „ehrenvollen Kompromiss“ mit den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds (IMF) aus.

Nur gut 27 Prozent sind dafür, dass die neue griechische Regierung jeglichen Kompromiss verweigert, selbst wenn dies den Austritt aus der Euro-Zone zur Folge hätte. Die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras war im Januar mit dem Versprechen angetreten, die Bedingungen des bisherigen Hilfsprogramms komplett neu zu verhandeln.

Dieses Vorhaben scheiterte bislang am Widerstand der Geldgeber. Erst kürzlich vereinbarten beide Seiten eine vorläufige Verlängerung des Programms um vier Monate bis Ende Juni. Die bisherigen Auflagen für die Hilfen verpflichten Griechenland zu Haushaltsdisziplin und Wirtschaftsreformen.

Am Montag kamen die Finanzminister der Euro-Zone in Brüssel zusammen, um über eine Liste mit Reformvorschlägen der Regierung in Athen zu diskutieren. Die griechische Regierung will mit dieser die Auszahlung weiterer Hilfskredite erreichen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die EU-Schulden werden immer gewaltiger und die Anleihekäufe der EZB von Banken können die Wirtschaft nicht nach vorne bringen. Das Wirtschaftswachstum erfolgt nur durch Innovationen, Ideen, Verwirklichung von Projekten, usw. und vielen fleißigen Händen. Die Banken bauen keine Werke. Banken werden aber nur Kredite vergeben, wenn vernünftige Konzepte vorliegen. Griechenland wird von der monatlichen 60 Milliardenflut nicht viel sehen. Wir können die Banken und die Manager mit noch so viel Geld überschütten, das Problem wird so nicht gelöst. Wirtschaftliche Entwicklungen benötigen viele Jahre und eine funktionierende politische Wirtschaftsstruktur um überhaupt Erfolge zu realisieren. In Griechenland sind die Voraussetzungen dafür überhaupt nicht gegeben. Ökonomen und Wirtschaftsexperten gehen von einer immer steigenden Wirtschaftsleistung aus. Doch eine immer steigende Wirtschaftsleistung kommt zunehmend an ihre Grenzen. Die arbeitende Bevölkerung fühlt sich ausgequetscht wie eine Zitrone und an ihren Leistungsgrenzen angelangt. Zudem saugt Deutschland die qualifizierten Zuwanderer auf. Und die Entwicklungsländer auch Griechenland machen die lange Nase. Deutschland ist auch dafür verantwortlich, dass es der griechischen Bevölkerung immer schlechter geht. Zugespitzt heißt das, Deutschland ist ein gewaltiges Produktions- und Exportland und der Rest von Europa kollabiert allmählich. Nun stellt sich die Frage, wer soll dann die deutschen Produkte kaufen? Vielleicht sollte je griechischer Haushalte, von der EZB, jeweils 100.000,- Euro bekommen, so dass die Waren aus Deutschland gekauft werden können. Die EZB könnte auch deutsche Waren direkt aufkaufen und im Ausland verteilen, dass wäre wenigstens kontrollierbar. Wie elegant kann das Schuldenmachen sein. Als Privatperson hat man allerdings die A…karte.

  • Na klar wollen die im Euro und der Eu bleiben, da kommt ja das Geld her. Nur tun wollen sie nichts damit es selbst irgendwann besser wird.

  • Griechenland wird nicht nur aus dem Euro ausscheiden und auf Heller und Pfennig seine Schulden erlassen kriegen. Griechenland wird völlig verschwinden.

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