„Null-Toleranz-Politik“
UN-Wahlbeauftragte wegen Mobbings entlassen

UN-Wahlbeauftragte Carina Perelli ist wegen Mobbings entlassen worden. Die Uruguayerin hat für ihre Arbeit bei den Wahlen in Afghanistan, Irak und den palästinensischen Gebieten viel internationales Ansehen gewonnen. Zugleich häuften sich aber Berichte über einen rüden Umgangston in ihrer Abteilung.

HB NEW YORK. UN-Verwaltungsleiter Christopher Burnham sagte, er habe Perelli am Morgen ein Schreiben übergeben, in dem ihre Verfehlungen aufgelistet seien. „Ich habe sie informiert, dass wir eine Null-Toleranz-Politik haben, und dass es davon keine Ausnahme gibt.“

Im August hatten die UN Perelli offiziell beschuldigt, ihr Personal zu belästigen. Die Schweizer Firma Mannet untersuchte daraufhin die Arbeitsbedingungen und stellte fest, dass Mitarbeiter „emotional wegen des Verhaltens der Direktorin gelitten haben“. Sexuelle Anzüglichkeiten seien an der Tagesordnung gewesen und Untergebene seien mit Arbeit eingedeckt worden, für die sie nicht qualifiziert gewesen seien.

Der amerikanische UN-Botschafter John Bolton kritisierte den Zeitpunkt der Entlassung. Die Vereinten Nationen hätten bei den vorangegangenen Wahlen im Irak eine große Rolle gespielt, sagte Bolton am Montag in New York. Die Parlamentswahl in zehn Tagen sei von großer Bedeutung und sollte nicht gestört werden.

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