Ungarn
Bankengesetz bittet Finanzbranche zur Kasse

Ein neues Gesetz kommt den Banken in Ungarn teuer zu stehen: Unterschiedliche Wechselkurse für die Auszahlung und die Tilgung von Devisenkrediten werden aufgehoben. Das könnte auch die BayernLB betreffen.
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BudapestDas ungarische Parlament hat ein neues Bankengesetz verabschiedet, das die Finanzbranche teuer zu stehen kommt. Mit dem Schritt vom Freitag bürdet das osteuropäische Land den Geldhäusern bei Fremdwährungskrediten deutlich höhere Lasten auf.

Die ungarische Nationalbank schätzt, dass das Gesetz den Bankensektor umgerechnet rund 1,9 bis 2,9 Milliarden Euro kosten könnte.

Vor der Krise hatten sich viele Ungarn vermeintlich günstige Kredite in Schweizer Franken besorgt. Diese konnten sie aber wegen des Verfalls der Landeswährung Forint nicht mehr zurückbezahlen. Die Regierung wollte die Betroffenen schonen und stattdessen die Banken als Kreditgeber zur Kasse bitten. Die Institute müssen nun die Zins- und Gebührenerhöhungen rückgängig machen.

Die Zentralbank teilte mit, dass die zusätzlichen Kosten kein Risiko für die Stabilität des Bankensystems darstellten. Außerdem benötige keines der Institute des Landes eine beträchtliche Finanzspritze. Die österreichische Bank Erste Group hatte am Donnerstagabend ihre massiven Probleme auch auf die ungarische Regelung zurückgeführt. Das Kreditinstitut erwartet einen Rekordverlust für das laufende Jahr. Das Gesetz könnte auch die ebenfalls in dem Geschäft tätige BayernLB treffen. Sie konnte mögliche Einbußen am Freitag noch nicht beziffern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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