Ungedeckter Finanzbedarf: Griechenland kommt Freigabe weiterer Hilfsgelder näher

Ungedeckter Finanzbedarf
Griechenland kommt Freigabe weiterer Hilfsgelder näher

Griechenland kommt offenbar der Auszahlung weiterer Mittel aus dem laufenden Hilfsprogramm näher. Die Differenzen über eine ungedeckte Finanzlücke im Haushaltsbudget seien weiterhin beigelegt.
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Athen/ BrüsselGriechenland ist offenbar der Auszahlung weiterer Mittel aus dem laufenden Hilfsprogramm näher gekommen. Die Differenzen über eine ungedeckte Finanzlücke im Haushaltsbudget für das laufende Jahr seien weithin beigelegt, erklärten am Dienstag zwei Personen, die in die Verhandlungen mit den internationalen Kreditgebern eingebunden sind. Es geht dabei um einen ungedeckten Finanzbedarf, der auf rund eine Milliarde Euro geschätzt wird und der seit geraumer Zeit die Freigabe von Hilfsgeldern an das südeuropäische Euro-Land verhindert.

Dieser Punkt sei kein wesentliches Hindernis mehr, erklärten die beiden Personen, die nicht der gleichen Verhandlungspartei angehören. Grund für die Entspannung seien die unerwartet hohen Überschüsse im Staatshaushalt des abgelaufenen Jahres 2013 - lässt man die Zinsen auf Schulden außen vor (Primärüberschuss). Damit könne die Etatlücke gestopft werden.

Offen ist weiterhin, ob es ein drittes Hilfsprogramm der europäischen Partner nach Auslaufen des aktuellen Programms zum Ende des Jahres geben wird. In Kreisen der Euro-Zone ist von einer möglichen Dimension von zehn bis 20 Milliarden Euro die Rede. Ob ein neues Paket geschnürt wird, dürfte sich nach Darstellung der deutschen Regierung gegen Mitte des Jahres entscheiden. Zunächst werden gesicherte neue Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung in Griechenland abgewartet, die Ende April zur Verfügung stehen sollen. Einzelne Mitglieder der griechischen Regierung hatten zuletzt wiederholt erklärt, das Land brauche kein neues Programm mit weiteren Auflagen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ungedeckter Finanzbedarf: Griechenland kommt Freigabe weiterer Hilfsgelder näher"

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  • @ Augias
    Machen Sie sich da mal keine Illusionen. Wenn jemand untergeht, dann wir Deutschen. Sobald wir nämlich unsere Kohlevorräte verschenkt haben, unsere Infrastruktur am Boden liegt, unser technologischer Vorsprung aufgezehrt ist und unsere Jugend nicht mal mehr weiß, wie man für sich selbst sorgt, ist Sense. Dann gehen wir betteln. Exportmeister zu sein heißt nicht zuletzt, sich selbst bestmöglich gegen Geld einzutauschen. Das Geld braucht dann nur keiner mehr.
    Die Griechen sind einerseits Rohstoffreserve Europas, strategisch so gelegen, dass sie sich immer gerade dem Meistbietenden annähern können (Russland, Türkei oder Westeuropa) und durchaus nicht so doof, wie man ihnen oft nachsagt. Die EU-Staaten werden sie behüten, wie einen Schatz. Und wenn das irgendwann die Deutschen nicht mehr können, dann müssen eben andere ran.

  • Dank dem Web gibt es sowas wie viele "Salzgitter", in denen diesmal die inländische Kriminalität in Politik und Justiz gesammelt werden. Für den Tag X. Und der kommt bestimmt. Die ökonomischen Gesetze sorgen ganz automatisch dafür.

  • Bei keinem anderen Projekt in Politik oder Wirtschaft weltweit wurde so viel gelogen, betrogen, Regeln nicht eingehalten und Verträge gebrochen, wie beim Projekt "EURO".

    Die größte und schlimmste Fehlkonstruktion, die es je gab.

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