Ungenutzte Chancen
Australiens Zukunft liegt in Asien

Asien gewinnt an Bedeutung - zu Lasten Europas und der USA. In einem Strategiepapier zieht die australische Premierministerin Julia Gillard daraus die Konsequenzen. Ihr Land soll sich künftig auf Asien fokussieren.
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CanberraAustralierinnen und Australier könnten signifikant mehr verdienen, wenn sie die wirtschaftlichen Gelegenheiten nutzen, die der rasante Aufstieg Asiens mit sich bringt. Zu diesem Schluss kommt ein von der australischen Regierung in Auftrag gegebenes Weißpapier. Eine Gruppe von Experten glaubt, das durchschnittliche Jahreseinkommen in Australien könnte bis im Jahr 2025 von bisher 62.000 australischen Dollar (48.000 Euro) auf 73.000 australische Dollar steigen, sofern sich das Land den Chancen stelle, die fundamentale wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen in Asien bieten.

„Das ‚Asiatische Jahrhundert‘ bringt eine Vielfalt von Gelegenheiten mit sich“, so Premierministerin Julia Gillard am Sonntag bei der Vorstellung des Papiers. Bisher konzentrierten sich die Anstrengungen der australischen Wirtschaft stark auf den Bergbau, eine Industrie, die schon heute vorwiegend nach Asien exportiert.

Das Weißpapier identifiziert Tourismus, Landwirtschaft, nachhaltige Technologien, Finanz- und Bankenwesen, sowie Ausbildung als Industrien, für deren Produkte und Dienstleistungen in den kommenden Jahren in Asien die Nachfrage steigen werde.

Von Armut zu Wohlstand

Der wachsende Wohlstand in vielen Ländern Asiens und die damit einhergehende Urbanisierung der Bevölkerung wird als Treiber der Entwicklung identifiziert. Experten glauben, dass sich das globale wirtschaftliche Gleichgewicht schon in wenigen Jahren unwiderruflich in Richtung Asien verschoben haben wird. Hunderte von Millionen Menschen in China, Indien sowie in den meisten Ländern Südostasiens werden in den kommenden Jahren der Armut entkommen und eine konsumfreudige neue Mittelschicht bilden - mit Ambitionen, Ansprüchen und Bedürfnissen.

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