UNHCR hilft Flüchtlingen
Annan wartet auf Liberia-Einsatz

Uno-Generalsekretär Kofi Annan wartet auf eine baldige Antwort des Weltsicherheitsrates auf seine Forderung nach einer internationalen Einsatztruppe für Liberia.

dpa BERN/GENF. Die Zeit dränge wegen der schlimmen humanitären Lage und der gravierenden Menschenrechtsverstöße, sagte Annan am Dienstag bei einem Besuch der Schweizer Regierung in Bern. Unterdessen bereitet sich das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR darauf vor, rund 1000 Flüchtlinge aus Sierra Leone aus Liberias Hauptstadt Monrovia zu schaffen.

Der Uno-Generalsekretär hatte den Sicherheitsrat am Sonntag, aufgerüttelt durch Berichte vom Tod hunderter Zivilisten in Monrovia, um „sofortiges Handeln“ gebeten. Das Gremium möge „die Entsendung einer bestens ausgebildeten und gut ausgerüsteten multinationalen Truppe unter der Führung eines Uno-Mitgliedstaates anordnen und damit eine humanitäre Tragödie größeren Ausmaßes vermeiden“.

UNHCR-Sprecher Kris Janowski sagte in Genf, wenn die Waffenruhe anhalte, könnten 1 000 derzeit in Uno-Lagern und bei Botschaften in Monrovia Unterschlup suchende Flüchtlinge aus Sierra Leone evakuiert werden. Dazu könnte noch am Dienstag ein Schiff von Sierra Leone nach Liberia auslaufen. Insgesamt hatte das UNHCR 15 000 Flüchtlinge aus Sierra Leone um Monrovia betreut. Von den meisten weiß die Uno-Organisation nicht mehr, wo sie sich nach den Unruhen aufhalten. Die Hilfsmaßnahmen des UNHCR werden nach Angaben Janowskis durch Plünderer und die schwierige Sicherheitslage stark behindert.

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