Unicef
Jod hätte Schilddrüsenkrebs nach Tschernobyl verhindert

Unzählige Kinder sind nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl an Krebs erkrankt. Doch laut dem UN-Kinderhilfswerk hätte dieses Leid verhindert werden können. Unverständlich ist, dass es in der Ukraine noch heute an ausreichender Hilfe fehlt.

HB KÖLN. Viele Krebserkrankungen von Kindern hätten nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 20 Jahren laut Unicef durch eine ausreichende Jodversorgung verhindert werden können. „Kinder, die unter Jodmangel leiden, nehmen besonders viel radioaktives Jod auf“, teilte das UN-Kinderhilfswerk am Dienstag in Köln mit. Viele litten bis heute zudem unter psychischen Belastungen. „Der Schrecken von Tschernobyl lebt weiter“, sagte Heide Simonis, Vorsitzende von UNICEF Deutschland.

Das radioaktive Jod gelangte über Atemwege und Nahrung in die Schilddrüse und löste vor allem bei Kindern Krebs aus, erklärte UNICEF. Seit der Katastrophe vom 26. April 1986 seien rund 4000 Kinder an Schilddrüsenkrebs erkrankt.

Die Bevölkerung von Russland, Weißrussland und der Ukraine sei bis heute nicht ausreichend mit Jod versorgt. Daneben kämpften Erwachsene und Kinder mit Angst, Depressionen und medizinisch schwer erklärbaren Symptome wie einem permanenten Krankheitsgefühl.

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