Unicredit-Chefaufseher Vita

„Merkel macht alles richtig“

Für Giuseppe Vita, Verwaltungsratspräsident der führenden italienischen Bank Unicredit, wird Angela Merkel als Retterin Europas in die Geschichte eingehen. Die Kanzler mache alles zu hundert Prozent richtig.
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"Merkel macht alles zu hundert Prozent richtig." - Giuseppe Vita Quelle: Reuters

"Merkel macht alles zu hundert Prozent richtig." - Giuseppe Vita

(Foto: Reuters)

DüsseldorfBundeskanzlerin Angela Merkel wird nach Ansicht von  Giuseppe Vita, Verwaltungsratspräsident der führenden italienischen Bank Unicredit, als „die Retterin des Euros und von Europa in die Geschichte eingehen“. Merkel mache alles zu hundert Prozent richtig.

Der 76-jährige ehemalige Schering-Chef und Aufsichtsratsvorsitzende des Verlagskonzerns Springer verteidigte im Gespräch mit dem Handelsblatt die harte Haltung der Kanzlerin gegenüber notleidenden Eurostaaten. „Man kann keine liquiden Mittel in eine Scolapasta (Nudelsieb; d. Red.) einfließen lassen. Erst müssen die Löcher geschlossen werden.“ Der Manager ist davon überzeugt, dass die gegenwärtige Krise die „politische Union Europa vorantreiben“ wird.  

Vita fordert zugleich, dass Deutschland den notleidenden Staaten mehr entgegenkommen muss. „Gerade die Deutschen sollten wissen, dass reiche Bundesländer einstmals schwächere Bundesländer unterstützt haben.“ So etwas „kann das auch auf europäischer Ebene passieren, wenn die Stärkeren den Schwächeren helfen.“

Vita unterstützt eine europäische Bankenunion. Die „Europäisierung der Bankenlandschaft müsste mit einer Europäisierung der Bankenaufsicht einhergehen.“

Befürchtungen deutscher Sparer, dann mit ihren Einlagen für spanische Banken haften zu müssen, teilt Vita nicht. Niemand „muss Angst“ haben wenn die Kontrolle intensiviert werde und zuvor die Löcher gestopft würden.

Nachdem die traditionsreiche Bank Monte die Paschi gerade zwei Milliarden Euro Hilfe vom Staat benötigt, schließt Vita aber für Unicredit auch auf längere Sicht jeden Bedarf aus. „Unicredit hat in der Vergangenheit keinen einzigen Euro von der italienischen Regierung bekommen und braucht das auch heute und morgen nicht.“

Selbst für die Fortdauer der schwierigen Lage der Banken sieht Vita sein Institut niocht gefährdert. „Wenn UniCredit je Staatsgeld brauchen würde, wären die Banken in ganz Europa in Not.“  Unicredit hat sich in den vergangenen vier Jahren durch mehrfache Kaiptalerhöhungen 14,5 Milliarden Euro frisches Kapital ausschließlich vom Markt besorgt.

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54 Kommentare zu "Unicredit-Chefaufseher Vita: „Merkel macht alles richtig“"

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  • So sieht es aus. nur einfältige lönnen anders interpretieren. Herr Vita hat doch auch keinen Schimmer, wie Geld aus dem Hut gezaubert werden soll.

  • das ist ein vergiftetes Kompliment! Die Unicreditbank wurde abgewertet und hat grosse Schulden. Also kann die Folgerung aus diesem Kompliment nur lauten: Die Kanzlerin hat alles richtig gemacht im Sinne der Schuldenländer und Schuldenbanken.

  • So, da blasen die Italiener, Franzosen etc. Frau Merkels und Herrn Schäubles EGO ein bisschen auf und schon gibts neue Zugeständnisse von unseren beiden Superhelden.

  • Mit Verlaub, sind Sie blond und einfältig oder nur einfältig?

  • Nebenbei: Sind Sie aus Freiburg i. Br.?

  • Das Beurteilen der Ratingagenturen über die Bonität von Staaten,machen die Ratinhagenturen aus eigenem Antrieb,kostenlos.

    Schönen Tag noch

  • @gflegels: ein Minimum an Geschichtskenntnisen solle bei allen vorhanden sein, die sich hier anonym produzieren. So ins "BRD" ein Begriff der DDR, der stets daran gelegen war, jeden Bezug zu Deutschland zu untergraben - und die SPD war bis zum sog. "Godesberger Programm" durchaus eine linke Partei. Freundliche Gruesse aus Norwegen, St. Heinrich

  • Ein wenig merkwürdig finde ich Ihre Aussagen schon. Es gab weder die Linke noch die Grünen, als die BRD gegründet wurde. Zuvor war das Grundgesetz (GG) auf Diktat der Amerikaner als Interimsverfassung geschrieben worden. Deshalb kann man es auch als Diktat der Amerikaner ansehen, dass bereits in der Urfassung des GG in Artikel 24 Abs. 1 lapidar:
    „Der Bund kann durch Gesetz Hoheitsrechte auf zwischenstaatliche Einrichtungen übertragen.“
    Damit hatten weder die Linken noch die Grünen etwas zu tun, allenfalls die SPD, aber die noch als „links“ zu bezeichnen, ist sehr gewagt.
    Die meisten EU-Verträge wurden in Zeiten einer schwarz-gelben Regierung unterzeichnet. Weniger bekannt, aber nachweisbar ist, dass die römischen Verträge (EWG und EURATOM) von den Bilderbergern ausgearbeitet wurden, was die Aussage vom reinen „Debattierclub“ dieser Treffen ad absurdum führt.
    Vielleicht kämme ein wenig mehr Licht in die Sache, wenn die Presse mal den eigentlichen Fragen nachgehen würde, die da lauten:
    Wer sind die immer wieder angeführten ominösen Märkte (dann würde sie vermutlich auf die Offshore-Finanzplätze stoßen, deren Nabe die City von London ist, ein Kleinstaat in England mit eigener Gesetzgebung)
    Wer beauftragt eigentlich die Ratingagenturen, die Staaten zu überprüfen, denn die Ratingagenturen sind private und gewinnorientierte Unternehmen, die für ihr tätig werden einen Auftrag benötigen.
    MfG Gert Flegelskamp

  • Wenn der Banker sagt, dass Merkel alles richtig macht,
    sollten wir besonders hellhörig werden !

    Schönen Tag noch
    Landshark

  • Diese ständigen Unverschämtheiten der Bankster und des
    gesamten Finanzwesens kotzen mich an. Aber die haben die
    Macht und nicht Frau Merkel oder sonst ein Politiker!

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