Union und VdK
Weihnachtsgeld für Hartz-IV-Empfänger gefordert

Unionspolitiker und der Sozialverband VDK haben ein Weihnachtsgeld für Hartz-IV-Empfänger angeregt. Der Chef der Wirtschaftsweisen Wolfgang Franz, schlägt dagegen vor, den Regelsatz um 30 Prozent zu kürzen.
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HB FRANKFURT. "Ich denke, dass das eine sinnvolle Sache sein kann. Mit einem kleinen Weihnachtszuschuss könnten Hartz-IV-Empfänger Heiligabend gelassener entgegensehen", sagte der stellvertretende Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels CDA, Gerald Weiß, der "Bild"-Zeitung zu der Möglichkeit eines Weihnachtsgelds.

Der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels im Bundestag, Peter Weiß, sagte der Zeitung: "Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bedeutet auch, dass man sich kleine Weihnachtsgeschenke leisten kann. Wenn man die Idee des Weihnachtsgeldes aufgreifen will, dann muss man aber von der Pauschalierung im Arbeitslosengeld II Abschied nehmen und zum System der alten Sozialhilfe zurückkehren."

Unterstützung für den Vorschlag kam vom Sozialverband VDK. Die VDK-Vorsitzende Ulrika Mascher sagte: "In den Regelsätzen sind für Kinder pro Monat weniger als einen Euro für Spielwaren und Hobbys vorgesehen. Daran sieht man, wie wichtig ein Zuschuss wäre. Insgesamt sind wir für die generelle Anhebung der monatlichen Regelsätze für Kinder und Erwachsene."

Regelsatz-Kürzung und bessere Zuverdienstmöglichkeiten

Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, regte dagegen eine Kürzung des Arbeitslosengelds II um ein Drittel an. Zum fünften Jahrestag des Inkrafttretens der Hartz-IV-Reform sagte Franz der "Rheinischen Post ", dies sehe ein Modell des Sachverständigenrats der Bundesregierung vor. "Kernstück des Modells sind eine Absenkung des Regelsatzes um 30 Prozent und gleichzeitig bessere Hinzuverdienstmöglichkeiten." Eine Mindestsicherung werde durch Aufstockungszahlungen gewährleistet.

Kommentare zu " Union und VdK: Weihnachtsgeld für Hartz-IV-Empfänger gefordert"

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  • das wäre ja echt eine Frechheit. Viele Arbeitnehmer bekommen nur noch 12 Gehälter und Leute die nicht arbeiten sollen aber 13 "Gehälter" bekommen? Wo ist hier noch die Gerechtigkeit... Eher kürzen, nur so kann man die Leute ja animieren sich ernsthaft um einen Job zu bemühen!

  • ich bin sprachlos: Die Arbeitnehmerschaft, die HartziV-beziehern kostenlose Wohnungen zur Verfügung stellt, meist selbst kein Weihnachtsgeld bekommt, soll denen die nicht Arbeiten gehen auch noch Weihnachten versüssen während sie selbst nicht wissen wie sie ihren Kinder die Geschenke finanzieren. Und das von einem angeblichen Arbeitnehmervertreter! Da sag ich nur: Frohe Weihnachten!

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