Unionsabgeordnete
Merkel soll Athen die Meinung geigen

Die Zeit für Höflichkeiten ist vorbei. Abgeordnete der Union fordern von Angela Merkel bei ihrem Besuch in Athen klare Worte. Die Kanzlerin müsse „Tacheles reden“. Außenminister Guido Westerwelle sieht das ganz anders.
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Berlin/AthenBundeskanzlerin Angela Merkel sollte aus Sicht von Unionspolitikern bei ihrem Griechenlandbesuch Druck für weitere Reformen machen. Außenminister Guido Westerwelle sprach sich dagegen am Sonntag dafür aus, den für Dienstag geplanten Besuch als Geste der Anerkennung zu gestalten. Auch Politiker von SPD und Grünen forderten, Merkel müsse aus dem Besuch einen Akt der Solidarität machen.

"Sie muss dort Tacheles reden und der griechischen Regierung die Optionen klar machen", sagte der stellvertretende Unionsfraktionschef Michael Fuchs der Nachrichtenagentur Reuters. Sein Kollege Michael Meister will die Reise nicht als Zusage für weitere Finanzhilfen gewertet sehen. "Es sollten keine zu hohen Erwartungen mit der Reise verknüpft werden", sagte er Reuters.

Beide Politiker wiesen Spekulationen über ein drittes Hilfspaket zurück. Der CDU-Abgeordnete Klaus-Peter Willsch erneuerte seine Kritik an den Hilfen für das hoch verschuldete Land. "Ich appelliere an die Kanzlerin, auf der Reise keine falschen Zusagen zu machen."

Nach Angaben von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist Merkels Reise kein Zeichen dafür, dass Griechenland mit weiteren Hilfszahlungen fest rechnen kann. "Die Bundeskanzlerin wird nicht über den Gegenstand mit Griechenland sprechen, über den die Troika zu berichten hat", sagte der CDU-Politiker am Sonntag im ZDF.


"Griechenland muss seine Verpflichtungen erfüllen, damit die nächste Tranche ausgezahlt werden kann", betonte Schäuble. Das südosteuropäische Land müsse wettbewerbsfähig werden und wieder Zugang zu den Finanzmärkten bekommen, um zu vernünftigen Zinsen Geld leihen zu können. Der Reformkurs habe in Irland und Portugal bereits positiv gewirkt.

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  • "Meine Wut wird auch täglich größer."
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    Dann wird diese Wut nach der Lektüre dieses Artikel der FAZ jetzt möglicherweise noch etwas wachsen:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/griechenland/griechenland-armer-bauer-ueberweist-millionen-11918069.html

  • "Du schuldest allein auf Grund deiner Volkszugehörigkeit."
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    Ein für allemal: Ich schulde niemandem etwas, schon gar nicht aufgrund einer Geschichte vor fast einem ganzen Menschenleben, die schon 10 Jahre vorbei war, als ich geboren wurde! Wer sich unbedingt kollektivschuldig fühlen und den Zahlmichel geben will, dem sei dies unbenommen. Mit mir ist das nicht zu machen, ich bin aus härterem Holz geschnitzt...
    Für mich bleibt es dabei: Keinen Euro deutsche Steuergelder mehr an die Südländer im allgemeinen und Griechenland im besonderen. Statt dessen Gründung einer "Neuen Hanse" durch die Nordländer!
    Und damit ist diese fruchtlose Diskussion für mich beendet!


  • Richtig angemerkt graeculus, ihr habt die Balkanmafia am Hut und in der Tasche, da braucht ihr keine EU mit ihren Almosen. Der Aufkauf/Ausverkauf GR beginnt. Mafioso aller Laender, vereinigt euch kurzfristig. Ob eure neuen Besitzer pfleglich mit euch umgehen ?

    Graeca fides ,nulla fides..

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