Unklare Nachfolge
IWF-Vize John Lipsky räumt seinen Posten

Der IWF-Vize verlässt nach fünf Jahren den Internationalen Währungsfonds. Wer die Nachfolge antritt ist bisher noch nicht bekannt. Als wahrscheinlich gilt, dass die Schwellenländer von nun an stärker präsentiert werden.
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WashingtonJohn Lipsky, zweiter Mann beim Internationalen Währungsfonds nach Dominique Strauss-Kahn, verlässt Ende August den Fonds.

In einer Pressemitteilung hieß es, Lipsky strebe keine zweite Amtszeit an. Damit scheidet einer der einflussreichsten Ökonomen aus der Führung des IWF aus. Auf Bitten von Strauss-Kahn wird Lipsky jedoch noch als Sonderberater für den G 20-Gipfel im November dem IWF zur Verfügung stehen.

Lipsky, dessen Vertrag im Spätsommer nach fünf Jahren turnusgemäß ausläuft, hatte im September 2006 die Aufgabe beim Währungsfonds übernommen. Zuvor war der Amerikaner stellvertretender Vorsitzender und Chefökonom der Investmentbank JP Morgan.

Traditionell wird der Posten des IWF-Chefs bislang von einem Europäer besetzt, während sein erster Stellvertreter ein Amerikaner ist. Diese Jobverteilung wurde in letzter Zeit jedoch immer mehr gerade von den Schwellenländern kritisiert. Die Regelung der Nachfolge von Lipsky könnte deshalb bereits einen Hinweis darauf geben, ob sich das Personalmodell grundsätzlich ändern könnte.

Markus Ziener ist Korrespondent in Washington.
Markus Ziener
Handelsblatt / Korrespondent

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