Unklarheit über Herkunft der Flüchtlinge
Bootsflüchtlinge werden aus Italien abgeschoben

14 der 37 afrikanischen Flüchtlinge, die die «Cap Anamur» nach Italien gebracht hatte, sind nach Rom geflogen worden. Hilfsorganiationen rechnen damit, dass sie von dort aus abgeschoben werden.

HB BERLIN. Die italienischen Behörden haben am Samstag offenbar entschieden, die meisten der von der Hilfsorganisation Cap Anamur geretteten Bootsflüchtlinge aus Afrika abzuschieben. Der Chef des italienischen Flüchtlingsrats, Christopher Hein, sagte am Samstag, 14 der 37 Afrikaner seien vom sizilianischen Catania nach Rom geflogen worden. Er gehe davon aus, dass sie in ein Abschiebelager gebracht worden seien.

Hein sagte, er werde alle rechtlichen Schritte gegen eine Abschiebung der Afrikaner versuchen, zunächst müsse aber ihr Aufenthaltsort herausgefunden werden. Die Flüchtlinge waren am Montag nach einer dreiwöchigen Odyssee mit dem Flüchtlingsschiff «Cap Anamur» der gleichnamigen Hilfsorganisation auf Sizilien gelandet. Wegen Beihilfe zur illegalen Einreise wurden aber Cap-Anamur-Chef Elias Bierdel, Kapitän Stefan Schmidt und der russischen Ersten Offizier verhaftet und erst am Freitag wieder freigelassen.

Die meisten der 37 Flüchtlinge hatten angegeben, aus dem Krisenland Sudan zu stammen. Die italienischen Behörden sagten jedoch, 30 von ihnen stammten in Wirklichkeit aus Ghana, sechs aus Nigeria und einer aus dem Niger.

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