Uno
Annan will bei entführten israelischen Soldaten vermitteln

Uno-Generalsekretär Kofi Annan will bei Verhandlungen zur Freilassung zweier von der Hisbollah entführten israelischen Soldaten vermitteln. Beide Seiten hätten Annan um Vermittlung gebeten, hieß es. Israel dementiert jedoch, das Vermittlungsangebot angenommen zu haben.

HB NEW YORK/JERUSALEM. Der Libanon und Israel hätten sein Angebot angenommen, sagte Annan am Montag. Der Uno-Generalsekretär sagte auf einer Pressekonferenz in Dschidda, er werde einen Mittelsmann benennen. Ob es bei den Gesprächen um einen Gefangenenaustausch gehen soll, ließ er offen.

Israelische Regierungskreise dementierten aber, einer solchen Vermittlerrolle zugestimmt zu haben, wie die Internet-Seite YNET berichtete. „Wir haben uns nicht damit einverstanden erklärt, dass die Vereinten Nationen oder Kofi Annan Vermittler werden“, wurden Regierungskreise von YNET zitiert. Eine offizielle Stellungnahme lag zunächst nicht vor. Die radikal-schiitische Hisbollah hatte die beiden israelischen Soldaten im Juli gefangen genommen und damit den jüngsten Krieg im Nahen Osten ausgelöst.

Die libanesische Hisbollah-Miliz hatte am 12. Juli zwei israelische Soldaten entführt. Israel reagierte mit einer Offensive im Libanon. Nach Verabschiedung einer Uno-Resolution kam es Mitte August nach 34 Tagen Krieg zum Waffenstillstand.

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