Uno
Erfolge im Kampf gegen Armut verpuffen

Die globale Wirtschaftskrise macht die Entwicklungsziele der Staatengemeinschaft bis 2015 zur Makulatur. Nach Berechnungen der Uno bleiben die G8-Staaten stark hinter ihren Zahlungszusagen von 2005 zurück. Die Gruppe hat sich nun offenbar auf Hilfen in Höhe von zwölf Milliarden Dollar für die landwirtschaftliche Entwicklung verständigt.

GENF. Die globale Wirtschafts- und Ernährungskrise macht die Fortschritte im Kampf gegen Armut und Hunger zunehmend zunichte. Das geht aus einem Bericht der Vereinten Nationen über die so genannten Milleniums-Entwicklungsziele hervor. Generalsekretär Ban Ki Moon betonte in Genf: Das Erreichen der Entwicklungsziele der Staatengemeinschaft bis 2015 sei ungewiss. "Die internationale Gemeinschaft darf die Armen und Schwachen nicht alleine lassen", forderte Ban.

Uno-Berechnungen zufolge halten die reicheren Staaten ihre Zusagen nicht ein. Vor allem die Gruppe der G8 bleibe bei den Zuwendungen um mehrere Milliarden Dollar hinter ihren Zusagen zurück. Ban forderte die USA, Deutschland, Frankreich Japan und die anderen G8-Länder auf, ihren Versprechen von 2005 im britischen Gleneagles Taten folgen zu lassen. Dort hatten die G8-Lenker großzügige Hilfe proklamiert - besonders für den Krisenkontinent Afrika.

Ban wird am nächsten G8-Treffen ab Mitte der Woche in Italien teilnehmen. Der Uno-Chef rief die G8 auf, Land für Land festzulegen, wie sie die Hilfe für Afrika in den nächsten Jahren steigern wollen.

Die Gruppe der G8 hat sich offenbar auf die Zahlung von zwölf Milliarden Dollar für die landwirtschaftliche Entwicklung in den kommenden drei Jahren verständigt. Das sei Teil einer Initiative zur Nahrungsmittelsicherheit, berichtete die "Financial Times" am Montag unter Berufung auf einen Entwurf zum bevorstehenden G8-Gipfel. Die USA und Japan zahlten jeweils zwischen drei und vier Milliarden Dollar. Für den Rest kämen Europa und Kanada auf.

Die acht Millenniums-Entwicklungsziele stammen aus dem Jahr 2000: Damals fixierten die Staats- und Regierungschefs ehrgeizige Vorgaben, um Millionen Menschen aus dem Elend zu befreien. Dazu gehört, den Anteil der Hungernden und der extrem Armen an der Weltbevölkerung bis 2015 zu halbieren. Zudem wollte man die Gesundheit und die Bildung der Menschen in Entwicklungsländern verbessern.

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