Uno-Generalversammlung
Macron wirbt für internationale Zusammenarbeit

Nicht nur für den US-Präsidenten, auch für Emmanuel Macron war es am Dienstag die erste Rede vor den Vereinten Nationen. Darin rät der Staatschef eindringlich zur Zusammenarbeit – und richtet sich an Trump.
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New YorkAnders als US-Präsident Donald Trump hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron vor den Vereinten Nationen eindringlich für eine internationale Zusammenarbeit zur Bewältigung von Konflikten und für das Festhalten an Vereinbarungen geworben. Nichts sei zur Schaffung von Frieden effektiver als Multilateralismus, sagte Macron am Dienstag vor der UN-Vollversammlung in New York. Als Beispiele nannte er den Atomkonflikt mit Nordkorea, in dem es die gemeinsame Verantwortung der Staatengemeinschaft sei, die Regierung in Pjöngjang an den Verhandlungstisch zu bringen. Macron nannte dabei ausdrücklich China.

Sein Land lehne jede Eskalation des Konflikts ab und schließe nicht die Tür für einen Dialog, sagte Macron. Frankreich ist wie die USA Veto-Macht im UN-Sicherheitsrat. Wenige Stunden zuvor hatte Trump vor der UN-Versammlung Nordkorea mit „totaler Vernichtung“ gedroht, wenn das Land die USA oder einen seiner Verbündeten bedrohe.

Macron verteidigte zudem das von Trump kritisierte Atomabkommen mit dem Iran als eine gute Vereinbarung. Eine Abkehr davon wäre ein schwerer Fehler, und es nicht zu respektieren wäre unverantwortlich, warnte der französische Präsident in seiner ersten Rede vor den Vereinten Nationen.

Er sprach sich zudem dafür aus, das Klima-Abkommen von Paris umzusetzen. Er bedauere die Entscheidung der USA, aus dem Vertrag aussteigen zu wollen, aber „die Tür steht immer offen“. Das Abkommen könne nicht aufgeweicht werden, sagte Macron unter dem Applaus der Delegierten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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