Uno-Kommando
Nordkorea soll Landminen in Grenzzone platziert haben

Die vier Kilometer breite Pufferzone zwischen den verfeindeten Staaten Nord- und Südkorea gehört zu den weltweit am schwersten gesicherten Grenzgebieten. Nordkorea soll nun neue Landminen dort angebracht haben.

SeoulDas Uno-Kommando (UNC) hat Nordkorea die Platzierung von Landminen in der entmilitarisierten Zone im Grenzgebiet zu Südkorea vorgeworfen. Soldaten seien dabei beobachtet worden, wie sie die Sprengsätze an der Brücke über einem Grenzfluss anbrachten, erklärte das für die Überwachung der Grenzzone zuständige UN-Kommando am Dienstag.

„Die Platzierung von Sprengsätzen oder Munition auf oder nahe der Brücke setzt die Sicherheit der Menschen auf beiden Seiten aufs Spiel“, hieß es mit Verweis auf Besuchertouren in die entmilitarisierte Zone, an denen auch viele Schüler teilnehmen.

Der Landstrich zwischen den beiden verfeindeten Staaten gehört – anders als es die offizielle Bezeichnung vermuten ließe – zu den weltweit am schwersten gesicherten Grenzgebieten. Die vier Kilometer breite Pufferzone ist gespickt mit Wachtürmen und Landminen.

Nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap will Pjöngjang mit den neuen Landminen verhindern, dass Grenzsoldaten in den Süden überlaufen. Zuletzt hatten sich mehrere Nordkoreaner nach Seoul abgesetzt, unter ihnen der stellvertretende nordkoreanische Botschafter in London.

Für zusätzlichen Zündstoff zwischen beiden Ländern sorgt ein gemeinsames Manöver der Streitkräfte Südkoreas und der USA, das Pjöngjang als Provokation betrachtet. Zum Beginn der Übungen drohte Nordkorea mit einem „atomaren Erstschlag“ für den Fall, dass die Souveränität des Landes verletzt werde. Südkorea und die USA betonen, dass das jährliche gemeinsame Manöver rein defensiven Charakter habe.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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