Uno-Konferenz
Merkel fordert feste Zusagen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat gleich nach ihrer Ankunft in New York auf dem Klimagipfel der Vereinten Nationen nachdrücklich zu einem entschiedenen Vorgehen gegen den Klimawandel aufgerufen. Mekrel betonte dabei erneut, dass nur konkrete, bezifferbare Ziele auch tatsächlich Erfolge bringen würden.

HB NEW YORK. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einen klaren Fahrplan für die Erarbeitung eines neuen internationalen Klimaabkommens gefordert. „Nicht nur die nüchternen Fakten und Zahlen rufen uns zum Handeln auf, es ist auch die Frage, in welcher Zukunft wollen wir leben“, sagte Merkel am Montag bei der UN-Klimakonferenz in New York. Die Verhandlungen über ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll, das 2012 ausläuft, sollten bis 2009 abgeschlossen werden.

An der Konferenz nahmen mehr als 80 Staats- und Regierungschefs teil sowie Vertreter etwa 70 weiterer Staaten. Konkrete Ergebnisse wurden nicht erwartet. Bei dem Treffen einen Tag vor Beginn der Vollversammlung der Vereinten Nationen sollten aber erste Weichen für die UN-Klimakonferenz auf Bali im Dezember gestellt werden, bei der es um eine Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll gehen soll.

Merkel bekräftigte das Ziel, die CO2-Emissionen bis 2050 zu halbieren. „Nur so haben wir eine Chance, die Erderwärmung unterhalb des kritischen Wertes von zwei Grad Celsius zu halten“, sagte sie. „Nur so können wir die schlimmsten Folgen des Klimawandels abhalten.“

Die Kanzlerin trat Befürchtungen entgegen, dass der Klimaschutz negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung haben könnte. „Wenn wir weltweit auf einen nachhaltigen Entwicklungspfad setzen, verzichten wir nicht auf Wohlstand. Wir erzeugen ihn auf eine andere Art und Weise“, sagte die Kanzlerin.

Merkel wird am Dienstagabend erstmals vor der UN-Generalversammlung sprechen. Auch in dieser Rede will sie auf den Klimawandel eingehen. Weitere Schwerpunkte werden die Herausforderungen der Globalisierung, die Entwicklungspolitik und die Bemühungen um eine Reform des UN-Sicherheitsrats sein.

Am Rande der Generalversammlung führt Merkel mehrere bilaterale Gespräche. Fest verabredet ist sie mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, dem brasilianischen Präsidenten Luis Inacio Lula da Silva, dem Nahost-Beauftragten Tony Blair, dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai und dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Die Kanzlerin nimmt am Dienstag zudem an einem Dialogforum zum Thema Klimaschutz teil und erhält den „World Statesman Award“, der von einer Stiftung verliehen wird, die für den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen eintritt. Die Laudatio wird der frühere US-Außenminister Henry Kissinger halten.

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