Uno-Resolution
Kommentar: Ein Erfolg für Bush

Aller guten Dinge sind vier. So mag man bei der Uno, aber vor allem in Washington aufseufzen: Nach drei vergeblichen Anläufen ist es im Weltsicherheitsrat gelungen, die längst überfällige Resolution zur Gestaltung der Geschicke des Iraks zu Protokoll zu geben.

Für US-Präsident Bush ist dies ein Erfolg: Denn seine Unterhändler haben sich bei den zähen Verhandlungen im New Yorker Glaspalast weitgehend durchgesetzt. Zunächst einmal können die Amerikaner mit dem jetzt erteilten Uno-Mandat das Image eines eigenmächtigen und völkerrechtswidrig handelnden Besatzers abstreifen.

Wichtiger ist, dass dadurch ihr Aktionsspielraum im Zweistromland kaum nennenswert eingeschränkt wird. Schließlich konnte verhindert werden, dass der neuen irakischen Führung in militärischen Belangen ein Veto-Recht eingeräumt wird. Und die in der Resolution zu lesende Aufforderung, vor Ort eng zu kooperieren, ist alles andere als präzise formuliert. Bush wird es kaum versäumen, diesen für ihn günstigen Kompromiss im Wahlkampf genüsslich auszuschlachten.

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