Uno-Resolution wurde einstimmig verabschiedet
Gewalt gegen Uno-Personal als Kriegsverbrechen geächtet

Die Uno hat eine Resolution zum Schutz der Mitarbeiter von Hilforganisationen verabschiedet. Demnach sollen Angriffe auf Mitarbeiter der Uno und anderer Hilfsorganisationen als Kriegsverbrechen gewertet werden.

Reuters NEW YORK. Als Reaktion auf den Bombenschlag auf das Uno-Hauptquartier in Bagdad hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (Uno) eine Resolution zum Schutz der Mitarbeiter von Hilfsorganisationen verabschiedet.

In der von Mexiko eingebrachten und unter anderem von Deutschland, Frankreich und Russland unterstützten Resolution werden die Staaten aufgefordert, Angriffe auf Mitarbeiter der Uno und anderer Hilfsorganisationen als Kriegsverbrechen zu werten. „Es darf keine Straffreiheit für diejenigen geben, die solch unentschuldbare Verbrechen begehen“, sagte Uno-Generalsekretär Kofi Annan. Die Resolution wurde einstimmig verabschiedet, nachdem auf Intervention der USA eine Erwähnung des Internationalen Strafgerichtshofes gestrichen wurde.

Die USA lehnen den in den Niederlanden beheimateten neuen Gerichtshof als Verletzung ihrer nationalen Souveränität ab. Sie befürchten, vor dem Gericht könnten willkürliche Anklagen gegen US-Vertreter im Ausland erhoben werden. Mexikos Uno-Botschafter Adolfo Aguilar Zinser bedauerte, dass die Erwähnung des neuen Gerichtshofes gestrichen worden sei, um die Einigkeit im Sicherheitsrat zu gewährleisten. US-Botschafter John Negroponte betonte, durch die Resolution würden keine neuen rechtlichen Verpflichtungen geschaffen, die betroffenen Länder würden vielmehr aufgefordert, bestehende Verpflichtungen umzusetzen.

Bei dem Bombenanschlag auf das Uno-Hauptquartier in Bagdad am 19. August waren 23 Menschen getötet worden. Es war der schwerste Anschlag auf ein Gebäude der Uno in ihrer Geschichte.

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