Uno-Resolutionen
Simbabwe warnt vor Bürgerkrieg

Simbabwe wehrt sich gegen den Sanktionsbeschluss der Vereinten Nationen. Der von den USA ausgearbeitete Resolutionsentwurf ziele darauf ab, die gewählte Führung in Harare zu entmachten, heißt es in einem Brief. "Dann würde es zu einem Bürgerkrieg kommen."

HB NEW YORK. Simbabwe hat sich im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen entschieden gegen Sanktionen gewandt. In einem solchen Fall würde es zu einem Bürgerkrieg wie in Somalia kommen, erklärte die Uno-Mission des ostafrikanischen Staates.

Den USA und Großbritannien warf Simbabwe vor, "in ihrer Obsession eines "Regimewechsels' die realen, grundlagenden und dauerhaften Kernthemen der Innenpolitik in Simbabwe zu ignorieren". Beide Staaten haben vorgeschlagen, ein Waffenembargo gegen Simbabwe zu beschließen. Außerdem sollen die Konten von Mugabe und elf Mitgliedern seiner Regierung eingefroren werden.

Nach Angaben von US-Diplomaten hat die geplante Resolution die Unterstützung von 9 der 15 Mitgliedsstaaten im Sicherheitsrat. Der Widerstand gegen Sanktionen wird von Südafrika angeführt, das gute Beziehungen zu Simbabwe unterhält. Russland hat mit seinem Veto gegen einen Sanktionsbeschluss gedroht, auch China hat Einwände geäußert.

Letzter Anstoß für das Vorgehen der westlichen Staaten war die Stichwahl um das Präsidentenamt in Simbabwe am 27. Juni. Dabei erzwang der seit 28 Jahren regierende Staatschef Robert Mugabe als einziger Kandidat das Votum für eine weitere Amtszeit.

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