0 Bewertungen
09.05.2008 

Im Katastrophengebiet warteten mehr als eine Million Obdachlose auf Lebensmittel, Arzneimittel und Unterkünfte. Der UN-Koordinator für humanitäre Aktionen, John Holmes, sagte „Le Monde“, er sei „extrem frustriert“, dass Hilfsmitarbeiter nicht zu den Not leidenden Menschen gelassen würden. Meteorologen erklärten, sie rechneten in der kommenden Woche mit neuen Regenfällen in Birma.

Nach Angaben birmanischer Behörden hat der Tropensturm vor knapp eine Woche 23 000 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 42 000 Menschen werden noch vermisst. UN-Nothilfekoordinator John Holmes sagte am Freitag in New York, die Zahl der Toten könne auf „63 000 bis 100 000 oder sogar noch höher“ steigen. Die Zahlen beruhen seinen Angaben zufolge auf Einschätzungen von 18 Hilfsorganisationen in 55 Städten.

Auch die Bundesregierung appellierte an die Militärregierung, sofort Hilfe internationaler Organisationen ins Land zu lassen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier sprachen sich für eine Sitzung des Sicherheitsrats aus.

Merkel will nach Angaben ihres Sprechers mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon telefonieren, um zu sehen, was die Vereinten Nationen leisten könnten. Mit der Situation, dass die Regierung keine ausländischen Helfer ins Land lasse, „kann sich die internationale Staatengemeinschaft nicht einfach abfinden“.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Entwicklungshilfeministerin Wieczorek-Zeul kündigt deutsche Millionenhilfe an

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterBildergalerien

 

zurück vor
  • Krönung und Konfetti

    Krönung und Konfetti

    Der Parteitag der Demokraten ist im vollen Gang. Die Show in Denver soll Begeisterung und Siegesgewissheit vermitteln. Es geht darum, die Herzen der Amerikaner zu gewinnen. Bildergalerie 

  • Südossetien und Abchasien...

    Südossetien und Abchasien – abtrünnig und weitgehend isoliert

    Die autonomen Gebiete Südossetien und Abchasien in Georgien gelten seit vielen Jahren als Konfliktherde. Beide hatten sich nach dem Zerfall der Sowjetunion in Bürgerkriegen von Georgien abgespalten. Von der internationalen Gemeinschaft werden sie bis heute aber nicht a...Bildergalerie 

  • Aus dem Frühling in einen...

    Aus dem Frühling in einen frostigen Winter

    In dieser Woche jährt sich das Ende des „Prager Frühlings“ von 1968. Damals wollten tschechoslowakische Reformer das totalitäre System an eine Demokratie annähern. Der Versuch scheiterte in der Nacht zum 21. August 1968, als sowjetische Panzer auf Prag vorrückten.Bildergalerie 

  • „Das Schlimmste steht noc...

    „Das Schlimmste steht noch bevor“

    Die Finanzkrise beherrscht das diesjährige Treffen der Wirtschafts-Nobelpreisträger in Lindau. Die Top-Ökonomen Clive Granger, Daniel McFadden, John Nash und Myron Scholes analysieren für das Handelsblatt die Ursachen und skizzieren Wege aus der Krise. Bildergalerie 

 

weiterGlobal Reporting

Analysten im virtuellen Raum 

28.08.2008, 16:28 UhrGlobal Reporting

Die Technologie der Virtualisierung ist das derzeit heißeste Ding in der IT-Industrie und grundsätzlich eine wunderbare Sache: Sie soll die totale Vernetzung ermöglichen, weil etwa auf einem Großrechner mehrere Betriebssysteme parallel laufen können. Blog


weiterMadagaskar

Back to the USSR 

20.08.2008Madagaskar

Krieg als Mittel der Politik ist auch im 21. Jahrhundert keine Ausnahme und nicht den Despoten vorbehalten. Blog


Handelsblatt - Themen des Tages