Uno-Studie
Klimawandel: Vier Weltregionen in Gefahr

Die Warnung der Klimaforscher ist immer dieselbe: Der Mensch verstärkt den Treibhauseffekt und erhitzt den Planeten mit unabsehbaren Folgen. Auch der neue Teil des Uno-Weltklimareports zeichnet Medienberichten zufolge ein düsteres Bild. Die Uhr tickt – insbesondere für vier Weltregionen.

HB NEW YORK. Selbst mit einer deutlichen klimapolitischen Wende lassen sich die schwer wiegenden Folgen des globalen Klimawandels bestenfalls abmildern. Zu diesem Ergebnis kommt das Uno-Expertengremium IPCC im zweiten Teil ihres Weltklimaberichts, dessen „Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger“ der „Financial Times Deutschland“ als Schlussentwurf vorliegt.

Der Band, an dem mehrere rennomierte Wissenschaftler mitgewirkt haben, soll Anfang April in Brüssel nach einer letzten Erörterung mit Regierungsvertretern aus aller Welt veröffentlicht werden. Für den zweiten Teilbericht dieses Jahres haben die Autoren fast 30 000 Datensätze aus mehr als 70 internationalen Studien überprüft. Diese Messreihen dokumentieren die Veränderungen des Wasserkreislaufs, der Kryosphäre (Eiszonen), der Flora und Fauna über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren.

Erst im vergangenen Monat hatte das Forum von 2500 Wissenschaftlern im Auftrag der Uno den ersten Teil Klimabericht veröffentlicht, in dem ausdrücklich der Mensch für den Klimawandel verantwortlich gemacht wird. Die Forscher sagten wegen des zunehmenden Treibhauseffekts verheerende Unwetter, Dürreperioden und steigende Meeresspiegel rund um den Globus voraus, die für mehr als 1000 Jahre anhaltenden könnten.

Ein schnelles Umsteuern sei nötig, könne aber nicht mehr verhindern, dass die globale bodennahe Mitteltemperatur bis zum Jahr 2100 um 0,6 Grad steigen werde, heißt es der Zeitung zufolge nun in dem zweiten Dokument. Der Uno-Klimarat rechnet fest mit „steigenden Zahlen von Todesfällen, Verletzungen und Erkrankungen durch Hitzewellen, Überschwemmungen, Stürme, Waldbrände und Dürren“. Mehr „hitzebedingte Sterblichkeit“ sei vor allem in Europa und Asien zu befürchten.

Fotostrecke: Die weltweiten Folgen des Klimawandels

Einige hundert Millionen Menschen in dicht besiedelten Küstenregionen seien allein durch den Meeresspiegelanstieg bedroht. Mehr als ein Sechstel der Weltbevölkerung lebt laut IPCC in Regionen, wo Gletscher und Schnee wichtige Wasser-Reservoire sind - die aber „sehr wahrscheinlich“ weiter schwinden.

Außerdem drohe ein empfindlicher Verlust an biologischer Vielfalt. Für 20 bis 30 Prozent aller Arten bestehe ein „hohes Risiko der unwiderruflichen Auslöschung“, sollte die globale Mitteltemperatur um weitere 1,5 bis 2,5 Grad Celsius (verglichen mit 1990) steigen. Das könnte nach heutigen Szenarien in der zweiten Jahrhunderthälfte der Fall sein, wenn die Treibhausgas-Emissionen bis dahin nicht stark limitiert worden sind.

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