Uno-Tagung in Brasilien
Annan fordert von reichen Ländern Kampf gegen weltweite Armut

Die reichen Staaten sind von Uno-Generalsekretär Kofi Annan aufgefordert worden, mehr für den Kampf gegen Hunger und Armut auf der Welt zu tun.

HB SAO PAULO. Auf einer Tagung der Uno-Konferenz für Handel und Entwicklung in Brasilien warnte Annan am Dienstag davor, dass durch Armut verzweifelte Menschen weltweit den Terrorismus als Lösung wählen könnten.

Annan hatte vor zwei Jahren zu einer weltweiten Millenniums-Kampagne gegen die Armut aufgerufen - ein Programm, das nach Schätzungen der Vereinten Nationen (UN) und der Weltbank jährlich rund 50 Milliarden Dollar benötigt. Derzeit sind die reichen Länder weit von davon entfernt, diese Mittel aufzubringen. Auf dem gegenwärtigen Finanzierungsniveau würde es bis 2165 dauern, um die gesteckten Ziele zu erreichen, sagte Großbritanniens Staatssekretär für Handel und Investitionen, Mike O'Brien. „Es ist wirklich sehr wenig“, sagte Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva über die Gelder für die Armutsbekämpfung. „Ich würde sagen, es ist nichts im Vergleich zu den Billionen, die in der Welt zirkulieren, zu den Milliarden, die für unnötige Kriege und den Waffenhandel ausgegeben werden.“

Annans Koordinatorin für die Millenniums-Kampagen gegen Hunger und Armut, Eveline Herfkens, sagte, es liege im Interesse der reichen Staaten, ihre Finanzzusagen für das Programm einzuhalten. „Wenn sie es zulassen, dass ein Teil der Welt in Verzweiflung verharrt, wenn sie keine Hoffnung und Chancen bieten, dann wird es für diese Menschen die beste Option sein, sich dem Terrorismus anzuschließen.

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