International

_

Uno-Vollversammlung: Obama attackiert Iran vor der Uno

Obama droht im Atomstreit mit dem Iran die Geduld zu verlieren. Bei der Uno-Generalversammlung lässt er durchblicken, dass die Zeit für eine friedliche Lösung langsam abläuft.

New YorkUS-Präsident Barack Obama hat vor der Weltgemeinschaft den Iran gewarnt, im Atomstreit weiter auf Zeit zu spielen. Noch sei Zeit für eine diplomatische Lösung, doch diese sei „nicht unbegrenzt“, sagte der Friedensnobelpreisträger am Dienstag in seiner Rede vor der alljährlichen Uno-Vollversammlung. „Die Vereinigten Staaten werden tun, was getan werden muss, um den Iran daran zu hindern, an eine Atomwaffe zu gelangen.“

Anzeige

Ein nuklear bewaffneter Iran sei eine Herausforderung, die nicht kontrolliert werden könne. "Es würde eine Vernichtung Israels drohen, die Sicherheit der Golfnationen wäre gefährdet, ebenso wie die Stabilität der Weltwirtschaft."

Gastkommentar Schulterschluss mit Washington

Eine enge Zusammenarbeit Europas mit dem neuen US-Präsidenten ist notwendig – egal, wie er heißen wird. Insbesondere im Nahen Osten müssen Europäer und Amerikaner mit einer gemeinsamen Strategie vorankommen.

Gastkommentar: Schulterschluss mit Washington

Gleichzeitig rief Obama die Vertreter aus fast 200 Nationen dazu auf, sich gemeinsam gegen die Welle der anti-amerikanischen Gewalt in vielen muslimischen Ländern nach Veröffentlichung des Mohammed-Schmähfilms zu stemmen. „Diese Angriffe in den letzten beiden Wochen sind nicht nur ein Übergriff auf Amerika. Sie greifen auch genau die Ideale an, auf denen die Vereinten Nationen gegründet wurden.“ Sinnlose Gewalt und die Tötung von Unschuldigen könne durch nichts entschuldigt werden.

Obamas Antwort „Der Präsident muss für alle da sein“

Obama kontert Romneys peinliche Rede, die heimlich gefilmt worden war.

Obamas Antwort: „Der Präsident muss für alle da sein“

In zahlreichen Ländern war es zu gewalttätigen Protesten wegen des in den USA entstandenen Videos gekommen, in dem der Prophet Mohammed verunglimpft wird. In den USA sorgte vor allem die Tötung des US-Botschafters in Libyen für Entsetzen. Er und drei seiner Mitarbeiter kamen ums Leben, als ein wütender Mob in Bengasi das US-Konsulat stürmte. Hinzu kamen beinahe täglich neue Bilder von wütende Muslimen, die eine amerikanische Flagge verbrannten.

  • 26.09.2012, 09:53 Uhrgeorge.orwell

    ...schauen sie doch mal in die Tiefe anstatt nur auf die Oberfläche!

    Der Iran hat bisher kein Land überfallen - Israel schon.+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

    Bitte achten Sie auf unsere Netiquette:
    (http://www.handelsblatt.com/impressum/netiquette/)

  • 26.09.2012, 09:49 Uhrgeorge.orwell

    @ Hardie67

    Ich stimme voll zu.

  • 26.09.2012, 09:42 Uhrgeorge.orwell

    +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

    Bitte achten Sie auf unsere Netiquette:

    „Kommentare sind keine Werbeflächen

    Weder für Ihren Blog noch für Ihre Website sollten Sie in den Kommentaren Werbung machen. Auch kommerzielle Inhalte anderer Anbieter und Werbung im Allgemeinen haben in den Diskussionen nichts zu suchen.“

    (http://www.handelsblatt.com/impressum/netiquette/)




    Ein Video zum Thema

  • Die aktuellen Top-Themen
Rüstungsflops der Bundeswehr: Totalschaden mit Ansage

Totalschaden mit Ansage

Die Euro-Hawk-Pleite bringt den Verteidigungsminister ins Trudeln. Dabei lenkt der jüngste Rüstungsflop den Blick auf ein grundsätzliches Dilemma: Bundeswehrprojekte sind eine teure Schwachstelle für die Steuerzahler.

Krieg in Syrien: US-Ausschuss fordert Waffen für Rebellen

US-Ausschuss fordert Waffen für Rebellen

US-Präsident Barack Obama gerät wegen der Konflikte in Syrien unter Druck. Noch schreckt er vor Waffenlieferungen an die Rebellen zurück, doch im Senat werden Stimmen lauter, die solche Unterstützung fordern.

Außenhandel: EU hält Freihandelsabkommen mit China für möglich

EU hält Freihandelsabkommen mit China für möglich

China will die Wirtschaftsbeziehungen zur EU stärken. EU-Diplomaten stellen ein Freihandelsabkommen in Aussicht, jedoch nur unter strengen Bedingungen. Einige EU-Staaten sind grundsätzlich dagegen.

Handelsblog Pekings gefälschtes Ikea-Möbelhaus

Am meisten haben es mir die blau-gelben Polohemden der Möbelberaterinnen angetan. Der Schriftzug links auf der Brust lautet zwar „Joyme“, nicht „Ikea“, doch ansonsten wirken sie so schweden-mäßig, wie das überhaupt nur sein kann. Doch... Von Finn Mayer-Kuckuk. Mehr…

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International