Uno „zutiefst alarmiert“
Syrische Armee startet Großoffensive in Aleppo

Mit schwerem Artilleriebeschuss versuchen syrische Regierungstruppen offenbar die Metropole Aleppo zurückzuerobern. Auch von Attacken durch Kampfhubschrauber wird berichtet. Im Ausland wird ein Massaker befürchtet.
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Amman/Beirut/London/München/BerlinIn Syrien haben Regierungstruppen nach Angaben von Oppositionellen die Millionenmetropole Aleppo am Samstag aus der Luft beschossen. Zudem brachte die Armee demnach gepanzerte Fahrzeuge für einen Sturm auf das wirtschaftliche Zentrum des Landes in Stellung. Der Kampf um die größte syrische Stadt könnte zu einer der entscheidenden Schlachten in dem seit 16 Monaten andauernden Konflikt zwischen Präsident Baschar al-Assad und den Rebellen werden. Die USA befürchten ein Massaker. Die von den Flüchtlingsströmen besonders betroffene Türkei rief die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf.

Von Hubschraubern aus sei der im Zentrum gelegene Stadtteil Salaheddine beschossen worden, teilte die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Auch in anderen Vierteln sei es zu schweren Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und Assad-Gegnern gekommen. Drei Rebellen seien in der Nacht zum Samstag getötet worden. Viele der 2,5 Millionen Einwohner Aleppos flüchteten vor den Kämpfen. "Wir leben in einem Kriegsgebiet", sagte ein Mann in seinen Vierzigern, der seine Angehörigen nach Asas in der Nähe der türkischen Grenze in Sicherheit bringen wollte. "Meine Familie und ich fahren immer hin und her, um den Kämpfen aus dem Weg zu gehen. Wir haben Aleppo verlassen, als wir Rauch und Hubschrauber gesehen haben."

Der Schwerpunkt des Aufstandes gegen Präsident Baschar al-Assad lag lange Zeit in den Provinzen. In der vergangenen Woche riefen die Rebellen eine Schlacht um die Hauptstadt Damaskus aus, wo seitdem die Gewalt sprunghaft zugenommen hat. Auch in Aleppo haben sie nach eigenen Angaben und Augenzeugen zufolge die Kontrolle über mehrere Stadtteile an sich gerissen.

Die Armee wolle mit dem Beschuss die Rebellen aus ihren Hochburgen in Aleppo vertreiben, sagten Regierungsgegner am Freitagabend. Zugleich solle ihnen der Nachschub abgeschnitten werden. Die Syrische Beobachtungsstelle zeigte Videoaufnahmen, auf denen zu sehen war, wie Rauch aus Wohnhäusern aufstieg. Zudem waren Gewehrschüsse deutlich zu hören.

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  • @margrit117888

    Die Syrer müssen sich selbst befreien. Da stellt sich erst einmal die Frage was unter Befreiung zu verstehen ist. Ist es eine Befreiung wenn ein Regime à la Saudi-Arabien etabliert wird? Das wahbitische Königreich finanziert doch nicht die Terroristen damit dort eine Demokratie eingeführt wird. Zwar ist das wesentlich liberalere Quatar auch involviert, was, das nehme ich an, darauf zurück zu führen ist, weil die Amis dort einen Stützpunkt haben.
    Syrien ist ein multireligiöser Staat. Ein Vielvölkerstaat könnte man auch sagen. Die Terroristen sind Sunniten. Die machen aber nur etwa 40% der Bevölkerung aus. Der Rest verteilt sich auf Christen, Aleviten, Shiiten u.a.. Unklar ist noch wo die Drusen stehen. Ich habe bisher noch keine Äußerung von Jumblat gehört. Anzunehmen ist aber ehr, das er Assad unterstützt. Assad ist zu wenigsten eins, ein Garant für Religionsfreiheit trotz seiner Anlehnung an den Iran. Aber da gilt wohl ehr das Prinzip, der Nachbar meines Nachbarn ist mein Freund.

  • Es ist schon interessant da unterstützt die Türkei die Rebellen von ihrem Land aus und was macht Ministerpräsident Tayyip Erdogan er fordert arabische Länder und den UN-Sicherheitsrat zur Zusammenarbeit auf um "etwas" zu unternehmen. Ja, gehts noch ?

  • @Tabu
    Danke für die Hintergrundinfos.

    Die Propaganda seitens der USA sind ein sehr guter Kontraindikator. Wer heute "Böse" ist handelt gegen die Interessen der USA. Die Russen und Chinesen haben das zwar schon lange begriffen aber jetzt fangen sie auch an zu handeln.

    Der einzige Kriegstreiber den es in der Welt noch gibt sind die USA.

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