Unruhen auf indonesischer Insel Ambon
Gewalt zwischen Muslimen und Christen fordert 36 Tote

Bei Straßenkämpfen zwischen christlichen und moslemischen Bewohnern auf der ostindonesischen Insel Ambon sind seit Sonntag mindestens 36 Menschen getötet worden. Mehr als 150 Personen wurden verletzt.

HB AMBON. In der Nacht zum Mittwoch sei eine Kirche in Brand gesetzt worden und zwei Christen hätten Schussverletzungen erlitten, sagte ein Mitarbeiter der Maranatha-Kirche in Ambon. Ungeachtet der nächtlichen Ausgangssperre sei die ganze Nacht über geschossen worden.

Verlassene Flüchtlingsunterkünfte seien ebenfalls angesteckt worden, berichtete ein Mitglied der muslimischen Jugendorganisation von Ambon. Auch vier Muslime hätten Schusswunden erlitten. Am Mittag (Ortszeit) herrschte gespannte Ruhe in der Inselhauptstadt. Polizeistreifen bemühten sich um die Wiederherstellung der Ordnung.

Auslöser der blutigsten Unruhen auf Ambon seit mehr als zwei Jahren war am Sonntag eine Kundgebung von Christen zum 54. Jahrestag der Gründung der Süd-Molukkischen Unabhängigkeitsbewegung. Muslimische Bewohner hätten dies als Provokation angesehen, hieß es.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%