Unruhen bei Präsidentenwahl
Menschenrechtsaktivist in Burundi festgenommen

Ein führender Menschenrechtsaktivist ist in Burundi festgenommen worden. Während die Proteste gegen ein drittes Mandat für Staatschef Nkurunziza andauern, befindet sich der Rechtsanwalt Pierre-Claver Mbonimpa in Haft.
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BujumburaInmitten der Proteste gegen eine mögliche dritte Amtszeit von Staatschef Pierre Nkurunziza hat die Polizei in Burundi einen führenden Menschenrechtsaktivisten festgenommen. Der Anwalt von Pierre-Claver Mbonimpa sagte, die Festnahme stehe vermutlich im Zusammenhang mit dem Demonstrationsaufruf seines Mandanten gegen Nkurunziza. Ein Zeuge berichtete, die Polizei habe den Menschenrechtsaktivisten während einer Razzia „brutal festgenommen“.

Übereinstimmenden Angaben zufolge wurde ein Haftbefehl auch gegen Vital Nshimirimana erlassen, einen der Hauptverantwortlichen der Kampagne gegen ein drittes Mandat für den Präsidenten. Nkurunziza war von seiner Partei Cndd-FDD am Samstag zu ihrem Kandidaten bei der Präsidentschaftswahl am 26. Juni benannt worden. Damit soll der 51-Jährige nach zehn Jahren an der Staatsspitze für ein drittes Mandat antreten, obwohl die Verfassung lediglich zwei Amtszeiten für den Präsidenten vorsieht.

Die Opposition und weite Teile der Zivilgesellschaft laufen dagegen Sturm. Sie sehen in der Kandidatur auch einen Verstoß gegen die Abkommen von Arusha, die den Weg für ein Ende des langen Bürgerkriegs (1993-2006) bereitet hatten.

Erste Demonstrationen waren am Sonntag in Gewalt mit vier Toten umgeschlagen. Am Montag gingen in der Hauptstadt Bujumbara erneut Menschen auf die Straße. Doch die Polizei versperrte den Demonstranten den Zugang in die Innenstadt. Die Regierung hatte landesweit jegliche Demonstrationen untersagt.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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