Unruhen in Missouri
Ferguson ist bald überall

Schwarz gegen Weiß, Arm gegen Reich: Der Aufstand in Ferguson zeigt die hässliche Fratze der amerikanischen Gesellschaft. Die Ereignisse sind ein Beweis für die tiefe Spaltung, die das Land bis heute auseinanderreißt.
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San FranciscoEs ist ja nicht so, dass es nicht schon genug Probleme gibt: Wütende Demonstrationen, prügelnde Polizisten, geplünderte Geschäfte, Tränengasangriffe und verhaftete Journalisten. Es gibt nächtliche Ausgangssperren, Ausnahmezustand, schwer bewaffnete Nationalgardisten auf den Straßen und trauernde Eltern und Verwandte.

Der Tod des 18-jährigen Farbigen Michael Brown, unter seltsamen Umstanden von einem Polizisten in dem 20.000-Seelen-Ort im US-Bundesstaat Missouri erschossen, ist zu einem nationalen Problem geworden. Das letzte, was diese geschundene Gemeinde jetzt braucht, sind die langen und düsteren Schatten der Vergangenheit. Aber sie melden sich mit Macht zu Wort, immer noch „am Leben und putzmunter“, wie die Webseite beteuert. Ein Blick in die hässliche Fratze der amerikanischen Gesellschaft und Beweis für die tiefe Spaltung, die die USA noch bis zum heutigen Tag zerreißt.

Klu-Klux-Clan macht mobil

Zwei eisig kalte Augen starren aus der dunkelgrünen Ski-Maske, wie sie heute nur noch für Banküberfälle oder Kidnapping genutzt wird. Martialisch hält der Mann in der grün-braunen Tarnjacke ein Schnellfeuergewehr in die Höhe. Der lokale Arm des Klu-Klux-Clans in Missouri meldet sich zu Wort. Bewaffnete, heißt es unter dem Bild auf der Webseite, seien auf dem Weg nach Ferguson, um „weiße Geschäfte zu beschützen“. Man könne nicht länger zusehen, wie „Schwarze unschuldige Weiße ausrauben und töten“.

In einem Nachbarort von Ferguson, in Sullivan, werde der Clan am 23. und 24. September eine Spendenveranstaltung für den Polizisten abhalten. „Ein Held“, wie die Kapuzenmänner betonen, der „diesen Gangster“ erschossen habe. Man brauche mehr wie ihn, die „die den schwarzen, von Juden kontrollierten Banditen ihren Platz zeigen“.

Die Hintergründe der tödlichen Schüsse auf den Teenager liegen noch immer im Dunkeln. Aber das spielt längst keine Rolle mehr. Die Fronten sind wieder einmal fest gefügt, es geht Schwarz gegen Weiß, und Missouri ist der passende Austragungsort: Ein Staat mit dunkler Vergangenheit in den USA. Es gab in Missouri noch Sklaven, als kein anderer US-Bundesstaat mehr Sklaven hatte. Noch im Jahr 1825 trat ein Gesetz in Kraft, das jegliche Aussagen von schwarzen Augenzeugen in Gerichtsverfahren als grundsätzlich ungültig einstufte. 1847 kam ein generelles Verbot dazu, Schwarze in irgendeiner Form zu unterrichten oder zur Schule zu senden. Und viele sagen, es ist heute noch in den Köpfen vieler in Kraft.

Aber erklärt das alleine den kaum nachvollziehbaren Ausbrauch von Gewalt?

Das wäre zu eindimensional. Der alte Rassismus lebt, das ist die traurige Realität. Der sinnlose Tod des jungen Schwarzen, von sechs Polizei-Kugeln auf offener Straße durchsiebt, war aber nur der Auslöser. Die Krise hat tiefe Wurzeln, und die haben nicht nur mit Schwarz und Weiß zu tun. Die altbekannte Rassismus-Diskussion lenkt nur von den wahren Problemen ab, und so manchem kommt das nicht ungelegen.

„Die neue Trennungslinie in den USA ist nicht mehr schwarz und weiß“, sagte Präsident Barack Obama in seiner Ansprache zur Einkommens- und Vermögensungleichheit Anfang 2014, „es ist arm und reich.“ Es ist diese Trennungslinie, die nicht nur Ferguson zerreißt, sondern bald ganz Amerika.

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Flüssige Proteinbrühe statt Essensmarken

Kommentare zu " Unruhen in Missouri: Ferguson ist bald überall"

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  • Warum ist der Wohlstand in Kenia unser Problem? Das ist eine konkrete Frage, antworten werden sie wie auf die anderen Beiträge zwar nicht aber interessieren würde es mich doch. Muss ich wirklich 40 Stunden die Woche arbeiten damit in Kenia eine 10 köpfige Familie überleben kann?

  • @ Chris Deister:

    Volltreffer! Danke!

    Um sich die Mainstream-Lügenorgien anzuschauen, nur ZDF "heute" einschalten!

  • @Axel Postinett
    Sie wiederholen in ihrem Artikel lediglich die antiweiße, kulturmarxistische Propaganda der amerikanischen MSM: Der aaarme Junge. Völlig grundlos von einem durchgeknallten weißen Cop gemeuchelt.
    Nicht wahr?

    Was aber, wenn es sich ganz verhalten hat als von den Al Sharptons und den New York Times / CNNs dieser Welt "berichtet"?
    Herr Postinett, ich weiß; Sie sind Journalist. Trotzdem steht es auch Ihnen frei sich über diesen Fall und seine Hintergründe zu informieren! Recherche nennt man das. Empfiehlt auch mein Hausarzt, ist nämlich gut gegen (die Verbreitung von) Lügen!

    Und ich habe auch gleich schon eine Einstiegsempfehlung, und zwar das Video "The Truth About Michael Brown and the Ferguson Riots" von Stefan Molyneux (auf seinem Channel in Youtube).
    Es hindert Sie also nichts daran das Narrativ vom schwarzen Opfer zu hinterfragen!

    Etwas anderes ist mir auch noch aufgefallen: wie ist das eigentlich im "Diskurs" heutzutage? Der der am lautesten schreit hat Recht? Ein Schwarzer wird erschossen, die halbe Stadt (Ferguson ist zu 70% schwarz) läuft Amok und alle Welt spricht vom "Rassenhass" der Weißen auf die Schwarzen.
    Was wäre wenn Weiße sich ähnlich "Solidarisieren" würden, wenn einer der ihren von einem Schwarzen ermordet würde (kommt übrigens WESENTLICH häufiger vor als umgekehrt)?
    Ach ja, richtig. Im ersteren Fall ist man "community organizer" und schafft's bis zum Präsidenten, im letzteren Fall gehört man zum Ku-Klux-Klan (="Nazi").

    Es ist auffallend, wie sich die "Argumentations"-, d.h. Propaganda-Muster der globalen Polit- und Medieneliten im NWO-Land bis aufs Haar gleichen ;-)
    Und da wundern sich die Journalisten, dass ihr Ansehen beim Leser irgendwo zwischen Gebrauchtwagenverkäufer und Politiker rangiert...?

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