Unruhen in Ostukraine
Prorussischer Rebellenführer droht mit Gegenschlag

Sie wollen nicht bloß ausharren – sie wollen den Gegenschlag: Der Führer der prorussischen Separatisten kündigt an, dass seine Anhänger eine Blockade der Regierungstruppen im Osten des Landes nicht länger hinnehmen.
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KiewNach der Rückeroberung der Separatistenhochburg Slawjansk durch die ukrainische Armee haben prorussische Rebellen eine Offensive angekündigt. „Wir bereiten uns nicht auf eine Belagerung vor, wir bereiten uns darauf vor zu handeln“, sagte Alexander Borodai am Dienstag dem russischen Online-Portal „Gazeta.ru“ in Moskau. Der Rückzug aus Slawjansk habe es den Rebellen ermöglicht, ihre Kräfte zu bündeln. Eine Blockade der weiterhin umkämpften Städte Donezk und Luhansk durch die Armee sei unmöglich.

Borodai ist von den Rebellen zum Ministerpräsident ihrer selbsterklärten Republik im Osten der Ukraine bestimmt worden und hält sich derzeit zu Gesprächen mit der russischen Führung in Moskau auf. Die Separatisten würden von der russischen Regierung nicht mit Geld unterstützt, sagte er. „Moskau ist keine Partei in diesem Konflikt.“

Mit der Rückeroberung von Slawjansk hat der ukrainische Präsident Petro Poroschenko seinen bislang größten Erfolg im Kampf gegen die Separatisten errungen. Die Rebellen streben eine Unabhängigkeit von der prowestlichen Regierung in Kiew und eine Eingliederung in die Russische Föderation nach dem Vorbild der Halbinsel Krim an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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