Unruhen vor der Botschaft
Frankreich schickt Soldaten nach Zentralafrika

Präsident Hollande reagiert mit dem Einsatz von Soldaten auf die Unruhen in Zentralafrika. Dort wurde bei Protesten die Botschaft attackiert. Die Maßnahmen sollen solange bestehen bleiben wie nötig.
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ParisFrankreich hat zum Schutz seiner Botschaft in der Hauptstadt Bangui in der Zentralafrikanischen Republik Soldaten zum Einsatz gebracht. Mit diesem Schritt reagierte Präsident Francois Hollande am Mittwoch auf Proteste vor der Botschaft, bei denen Steine geworfen wurden und einige sogar das Gelände betraten.

Die ehemalige Kolonialmacht hat etwa 250 Soldaten auf dem Flughafen von Bangui stationiert, die einer Friedensmission angehören. Das französische Präsidialamt teilte mit, die Maßnahmen zum Schutz der Botschaft und der französischen Bürger würden solange beibehalten wie nötig.

Zuvor hatten Hunderte vor dem Gelände gegen den Vormarsch der Rebellen im Norden des Landes protestiert. Einige Demonstranten beschuldigten Frankreich, die Aufständischen zu unterstützen, während andere das Land aufforderten, der Armee beim Kampf gegen die Rebellen zu helfen. Dazu rief auch ein Regierungsmitglied auf. Die Rebellen sind nur noch rund 80 Kilometer von der Hauptstadt entfernt.

Der Präsident der Zentralafrikanischen Republik, Francois Bozize, ist seit einem Putsch 2003 an der Macht. In der Vergangenheit benötigte er bereits mehrmals ausländische Unterstützung, um Aufstände niederzuschlagen.

Französische Offiziere dienen der Armee in der Zentralafrikanischen Republik als Berater. Seit 1960 existiert ein Verteidigungspakt. Allerdings ist Frankreich zunehmend zurückhaltend, wenn es um die direkte Einmischung in Konflikte in ehemaligen Kolonien geht.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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