Unruhige Nacht
Vier US-Soldaten sterben bei Angriffen im Irak

Bei Angriffen auf Militärkonvois im Irak sind in den vergangenen 24 Stunden vier US-Soldaten getötet worden. Wie US- General Ricardo Sanchez in Bagdad bestätigte, kam ein amerikanischer Soldat am Donnerstag bei einem Panzerfaust-Angriff in der Nähe von Bakuba ums Leben.

HB/dpa BAGDAD. Nach Angaben des US-Zentralkommandos, griffen Iraker in der Nacht zum Donnerstag außerdem einen Konvoi in der Nähe von Saddam Husseins Heimatstadt Tikrit mit Panzerfäusten an. Ein Amerikaner wurde getötet, ein zweiter schwer verletzt.

In der Nähe der südlich von Bagdad gelegenen Kleinstadt El Mahmudija schossen Iraker wenige Stunden zuvor aus dem Hinterhalt auf den Konvoi einer Versorgungseinheit der US-Armee. Ein US-Militärsprecher erklärte gegenüber dem arabischen TV-Sender El Dschasira am Abend, bei dem Angriff seien zwei Soldaten getötet worden. Der Konvoi wurde mit Panzerfäusten angegriffen.

Bei Mörser-Attacken in der Gegend von Ramadi, 100 Kilometer westlich von Bagdad, sowie auf eine US-Basis in Balad, 50 Kilometer nördlich von Bagdad, wurde in der Nacht zum Donnerstag jeweils ein Fahrzeug beschädigt. In Balad starb ein US-Soldat durch eine „nicht-feindliche“ Schussverletzung.

El Dschasira berichtete von zwei weiteren Angriffen in der Nacht zum Donnerstag auf Stützpunkte der US-Armee im Irak. Ein Quartier der Amerikaner in El Amirija, einem Stadtteil von Bagdad, sei angegriffen worden. Laut Augenzeugen war im Quartier der US-Armee in der westirakischen Stadt Falludscha eine Explosion zu hören.

Bei El Dschasira ging ein Schreiben einer bislang unbekannten Gruppe ein, die sich „irakischer islamisch-nationaler Widerstand“ nennt. Diese erklärte, sie sei für mehrere Angriffe auf die Besatzungstruppen verantwortlich. Ihre Kämpfer hätten aber keinerlei Verbindung zum entmachteten Präsidenten Saddam Hussein, hieß es in weiter.

Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) äußerte sich am Donnerstag in Bagdad besorgt über die Sicherheitslage im Irak. Innerhalb eines Monats habe es mindestens zwölf Fälle von Plünderungen und Schießereien an WFP-Lagerhäusern gegeben.

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