Unter Spardruck

Spanien bittet seine Rentner zur Kasse

Die spanische Regierung hat eines ihrer zentralen Wahlversprechen brechen müssen. Wegen des Drucks aus Brüssel müssen die spanischen Rentner 2013 auf eine Rentenanpassung verzichten.
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Proteste in Madrid. Die Rentner müssen auf eine Rentenanpassung verzichten. Quelle: dapd

Proteste in Madrid. Die Rentner müssen auf eine Rentenanpassung verzichten.

(Foto: dapd)

MadridUnter dem Spardruck aus Brüssel hat die spanische Regierung eines ihrer wichtigsten Wahlversprechen gebrochen und bittet nun auch die Rentner zur Kasse. Für das laufende Jahr wird es keine Rentenanpassung mehr geben, für 2013 ist lediglich eine allgemeine Erhöhung um einen Prozent geplant, wie Regierungssprecherin Soraya Sainz de Santamaria am Freitag nach der Kabinettssitzung mitteilte. Für Renten unter 1000 Euro monatlich soll es allerdings zwei Prozent Steigerung geben. Dennoch bleibt die Rentenerhöhung damit deutlich hinter der durchschnittlichen Preissteigerung von drei Prozent zurück.

Spanien steckt tief in der Rezession, jeder vierte Erwerbsfähige war im dritten Quartal dieses Jahres arbeitslos. Die Regierung aber will weiter sparen, um die Neuverschuldung von 9,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts 2011 auf 2,8 Prozent im Jahr 2014 zu drücken. Dafür sollen 150 Milliarden Euro durch Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen eingespart werden. Allein im Gesundheitswesen will die konservative Regierung sieben Milliarden Euro jährlich einsparen.

 
  • afp
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4 Kommentare zu "Unter Spardruck: Spanien bittet seine Rentner zur Kasse"

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  • Was schreiben Sie denn da? Ich habe doch genau gehört, dass Griechenland laut Troika alle Forderungen der zuständigen EU-Minister erfüllt hat.
    Sie wollen doch nicht unterstellen, dass die EU-Minister keine richtigen Zahlen verlangt hätten.

    Vielleicht liegt aber der verbale Dissens im Wort "richtig". Aus griechischer Sicht hat man eben die "richtigen" Zahlen gemeldet. Eben richtig, weil andere Zahlen die Milliarden Euros nicht locker gemacht hätten.

    "Richtig" und " richtig" kann also different sein.

  • @Rechner

    Weil die Zahlen aller Südländer FPIGS-Staaten nicht stimmen und nie stimmen werden. Die bescheißen immer. Wie Greichenland. Sie merken das nicht, weil sie dumm sind, aber andere merken es schon.

  • 'MikeM' sagt
    ----------------
    Die Zahl kann nicht stimmen.
    ----------------

    Und warum nicht?

    ... übrigens: Die Zahl 150 Milliarden ist die SUMME der Einsparungen 2013 UND 2014.

    In absoluten Eurobeträgen lag das spanische Staatsdefizit 2009 bei 104,0 Milliarden und 2011 bei 100,4 Milliarden.

  • Zitat:
    "Dafür sollen 150 Milliarden Euro durch Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen eingespart werden"

    Die Zahl kann nicht stimmen. Aber vielleicht glaubt es ja die deutsche Regierung, bevor sie ihre Abgeordneten wieder zum Abnick-Appell zitiert.

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