Unterschlupf für Terrorchef
Pakistan bestreitet Komplizenschaft mit Osama bin Laden

Hat der wichtigste Verbündete des Westens im Anti-Terror-Kampf dem Al-Kaida-Chef Unterschlupf gewährt? Die USA schließen das nicht aus. Doch Pakistan bestreitet das - und bekommt dafür Rückendeckung aus China.
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Islamabad/WashingtonPräsident Asif Ali Zardari ging in der "Washington Post" zwar nicht direkt auf US-Vorwürfe ein, die pakistanischen Sicherheitskräfte hätten den Aufenthaltsort von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden kennen müssen. Mutmaßungen in den US-Medien, Pakistan gewähre Terroristen Schutz, nannte er aber "gegenstandlose Spekulationen".

China verteidigte in diesem Zusammenhang Pakistan gegen Vorwürfe, nicht entschlossen genug gegen radikale Islamisten vorzugehen. „Pakistan steht beim internationalen Kampf gegen den Terrorismus an vorderster Front“, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums. Pakistan habe in diesem Kampf wichtige Beiträge geliefert. China werde Pakistan weiter dabei unterstützen, seine eigene Anti-Terror-Strategie zu entwickeln und umzusetzen. Zuvor hatte die Sprecherin in chinesischen Medien den Tod des Al-Kaida-Chefs bei einem US-Einsatz als „wichtiges Ereignis“ und „positive Entwicklung“ im Kampf gegen den Terrorismus begrüßt.

Pakistans Sicherheitskräfte waren nach Aussage Zardaris auch nicht an dem US-Angriff auf bin Laden beteiligt. Es sei "kein gemeinsamer Einsatz" gewesen, schrieb er in der "Post". "Er war an keinem Ort, an dem wir ihn erwartet hatten", heißt es in dem englischsprachigen Kommentar weiter. "Aber jetzt ist er weg."

Zardaris Kommentar war die erste öffentliche Stellungnahme eines ranghohen Pakistaners zur Tötung von Bin Laden. US-Spezialeinheiten waren in der Nacht zum Montag in das festungsartige Anwesen des 54-jährigen Extremistenanführers in Abbottabad eingedrungen. Die Stadt liegt etwa eine Autostunde von der Hauptstadt Islamabad entfernt.

Mitglieder des US-Kongresses zeigten sich am Montag wütend und fassungslos, dass Bin Laden möglicherweise Jahre lang angeblich ohne Wissen der Behörden so zentral leben konnte. Sie stellten die US-Finanzhilfe für Pakistan infrage, die seit den Angriffen vom 11. September 2001 etwa 20 Milliarden Dollar beträgt. "Unsere Regierung ist in finanziellen Nöten", erklärte die einflussreiche Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Dianne Feinstein. Viele Abgeordnete hätten ein Problem damit, ein Land zu unterstützen, das sich nicht mit ganzer Kraft einbringe.

Auch die pakistanischen Medien zeigten sich am Dienstag kritisch. "Dass Pakistan den meistgesuchten Mann der Welt hier nicht aufspüren konnte, ist schockierend", schrieb "The News". In einem Kommentar der "Daily Times" hieß es, man werde den Amerikanern die Tatenlosigkeit Pakistans nur schwer erklären können. Unterdessen zeigten pakistanische Fernsehsender immer wieder Archivaufnahmen von Politikern wie Ministerpräsident Yusuf Raza Gilani, die beteuerten, Bin Laden halte sich nicht in Pakistan auf.

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  • Wie kann man das Überleben eines Toten sichern? Ein Mausoleum werden sie ihm kaum errichtet haben. Ich für mein Teil glaube dem ISI auf jedenfall wenn er sagt "we didn't shelter Bin Laden".
    Was für eine peinliche Schmierenkomodie, die Obama hier durchzieht. Ich freue mich schon auf die Southpark-Episode LOL

  • @Che:

    Bist Du eigentlich total weggeklatscht???

    Spar uns doch bitte demnächst solche verdummenden Kommentare!

  • Lasst euch nicht verarschen : http://www.youtube.com/watch?v=c6WqRcCTHUg&feature=player_embedded

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