Unterstützung für bin Laden?
US-Politiker stellen Finanzhilfe für Pakistan infrage

Pakistan gilt als einer der wichtigsten Verbündeten des Westens im Kampf gegen den Terror - bis jetzt. Die USA vermuten, dass das Land Osama bin Laden jahrelang Unterschlupf gewährt hat und drohen mit Konsequenzen.
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Washington/IslamabadZwischen den USA und Pakistan droht Streit wegen der Kommandoaktion gegen den Al-Kaida-Chef Osama bin Laden. Es sei unvorstellbar, dass bin Laden nicht systematisch unterstützt worden sei, sagte der oberster Berater für Terrorismusbekämpfung von US-Präsident Barack Obama, John Brennan, am Montag. Die USA würden daher nun untersuchen, wie es bin Laden möglich gewesen, so lange an einem Ort in Pakistan zu leben. Er wolle aber nicht darüber spekulieren, ob es offizielle pakistanische Hilfe für bin Laden gegeben haben könnte.

Brennan fügte hinzu, das Verhältnis beider Länder sei enorm wichtig für den erfolgreichen Kampf gegen die Al-Kaida. Gleichwohl gebe es zwischen den beiden unterschiedliche Meinungen, wie gegen die Militanten gekämpft werden sollte. Angesichts des Umstands, dass bin Laden in einer wohlhabenden Gegend nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad gewohnt habe, sei auch verständlich, dass US-Politiker Kritik äußerten.

Mitglieder des US-Kongresses hatten sich wütend und fassungslos gezeigt, dass bin Laden möglicherweise jahrelang ohne Wissen der Behörden so zentral leben konnte. Sie stellten die US-Finanzhilfe für Pakistan infrage, die seit den Angriffen vom 11. September 2001 etwa 20 Milliarden Dollar beträgt. „Unsere Regierung ist in finanziellen Nöten“, erklärte die einflussreiche Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Dianne Feinstein. Viele Abgeordnete hätten ein Problem damit, ein Land zu unterstützen, das sich nicht mit ganzer Kraft einbringe.

Auch Afghanistans ehemaliger Handelsminister Mohammad Amin Farhang warf Pakistan vor, von dem Aufenthalt bin Ladens im eigenen Land gewusst zu haben. „Die pakistanische Regierung wusste immer, dass er da ist, aber wollte das vertuschen“, sagte der Politiker im Deutschlandfunk. Sein hochgesichertes Versteck im ruhigen Abbottabad nahe der Hauptstadt Islamabad beweise, dass Pakistan Topterroristen Unterschlupf gewähre. „Wir haben immer wieder gesagt, dass die Zentren des internationalen Terrorismus nicht in Afghanistan, sondern in Pakistan sind - und keiner hat uns geglaubt.“ Farhang bedauerte, dass der Terror-Chef nicht lebendig gefasst werden konnte. „Ich wäre glücklicher gewesen, wenn er verhaftet worden wäre“, sagte Farhang. „Wenn er lebendig wäre, dann hätte man von ihm viele andere Geheimnisse vielleicht herausholen können.“

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  • Was soll das Getoens ?

    Lest mal aufmerksam u.a Ahmed Rashids Publikation "Taliban". Empfehlenswert.
    Der Kenner Pakistans/Afghanistans.
    Eine weitere Schwaechung Pakistans haette fuer die Welt katastrophale Folgen. Denkt nur an Atomwaffen.

  • Das ist alles mal wieder so ein schlechtes Theaterstück.
    OBL und sein Clan leben ubehelligt von der modernsten Streitkraft der Welt und der CIA in einem Kurort beim Verbündeten der USA und niemand weiß es?
    OBL wird eindeutig von den USA indentifiziert, im Kampf getötet und nach islamischen Ritual den Fischen zum Fraß geworfen?
    Politiker und Menschen in demokratischen Staaten jubeln öffentlich und feiern Volksfeste auf den Straßen (dachte, daß nur die böse Hammas und die Palästinenser so etwas machen?)!
    Und wieder schwingen die westlichen Politiker die Bedrohungskeule der Al Khaida, denn jetzt rechnet man mit Racheakten und muß deshalb die Sicherheitsgesetze verschärfen!
    OBL: ein nützlicher Idiot auch über den Tod hinaus?

    Die Wahrheit ist schon lange gestorben und wer dieses Theaterstück glaubt, der glaubt auch, daß der Osterhase die Eier bringt.

  • Nur sehr wenig in der Politik ist so wie es scheint - scheinen soll.
    Wenn indes hochrangige Politiker "Freude" empfinden angesichts des Todes auch nur eines Menschen mag das ihre private Angelegenheit sein, die sie mit vielen Menschen sui generis teilen (könnten): dies öffentlich kundzutun steht auf einem ganz anderen Blatt.
    Die Konsequenzen derartiger poitischer Intentionslagen, das wird gerne vergessen, lauten: ein beispiellos hoher Schuldenberg sowie eine Weltwirtschaftskrise bis dahin ungeahnten Ausmaßes.
    Ob es dem Recht tatsächlich zur gewünschten Geltung verhilft Unrecht mit potenziertem Unrecht zu begegnen, das wird die Zukunft ggf. noch erweisen.
    Die Gegenwart jedenfalls sieht beschämend genug aus.

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