Unterstützung für IS-Miliz: Deutsche Politiker glauben Katar kein Wort

Unterstützung für IS-Miliz
Golfstaat Katar in der Terror-Falle

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Deutsche Politiker glauben Katar kein Wort

Man unterstütze „in keiner Weise“ extremistische Gruppen. „Wir finanzieren weder die IS noch andere extremistische Gruppen“, schrieb der Außenminister des Golfemirats, Chaled Al-Attijah, im Handelsblatt vom Montag. Katar lehne die Ansichten dieser Extremisten, ihre gewaltsamen Methoden und ihre Ziele ab. „Durch entschlossenes und gemeinsames Handeln müssen wir der sektiererischen Gewalt im Irak und in Syrien ein Ende setzen“, lautete der Appell des Politikers.

„Die Gründe für den Erfolg der IS liegen auf der Hand“, führte Al-Attijah aus. Die Gruppe sei das Produkt sektiererischer Spaltungen und Gewalt in Syrien und im Irak. Das habe ein Klima geschaffen, in dem ausländische militante Kämpfer, viele von außerhalb der Region, ungehindert die Grenzen hätten passieren und die Schar der hausgemachten Terroristen vergrößern können. Eine einfache Lösung für die Probleme in der Region gebe es nicht. Es sei aber zwingend erforderlich, die Finanzströme zur Unterstützung von Extremisten zu unterbinden. Die Ermordung des US-Journalisten James Foley durch IS nannte der katarische Politiker „barbarisch“. Sie sei ebenso wie die Ermordung von über 70 Menschen in einer sunnitischen Moschee in Dijala ein „abscheuliches Verbrechen“.

In Deutschland begegnet die Politik der Verteidigungsrede Al-Attijahs mit großer Skepsis. Der CDU-Bundesvize Thomas Strobl stellte Katars gar als Investor in Deutschland infrage.  „Es ist ein großes Problem, wenn es von denen, die an deutschen Unternehmen beteiligt sind, eine finanzielle Unterstützung für Terroristen gibt“, sagte Strobl dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). „Das gilt umso mehr, als die Terroristen unsere Werteordnung bekämpfen.“ Damit gehe es um „essenzielle Sicherheitsinteressen“ Deutschlands. „Ich rate allen Unternehmen, ein wachsames Auge zu haben und noch wachsamer zu sein, wenn sie sich Investoren ins Boot holen.“

Scharfe Kritik an Katar kam auch aus der SPD. Katars Einfluss auf die Konflikte in der Region wirke „nicht eben krisenentschärfend“, sagte der SPD-Bundesvize Ralf Stegner. Er räumte aber zugleich ein, dass sich „die Validität der Vorwürfe“ gegen den Golfstaat nur schwer beurteilen ließen, ohne die Faktenlage genau zu kennen.

Dennoch hält Stegner Konsequenzen im Hinblick auf Rüstungsexporte für unabdingbar. „Keine deutschen Waffenexporte mehr in Spannungsgebiete oder in Diktaturen. Das gilt mittelbar und unmittelbar für Staaten wie zum Beispiel Katar“, sagte der SPD-Politiker.

Für die Grünen ist längst belegt, dass Katar als Terror-Sponsor auftritt.  „Die vollmundigen Beteuerungen Katars, man finanziere keine extremistischen Gruppen, reichen schon lange nicht mehr aus“, sagte die Verteidigungsexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion, Katja Keul, Handelsblatt Online. „Ob Muslimbrüder in Ägypten, Islamisten in Libyen, Mali, Syrien oder Irak – überall dort wird von Finanzierung aus katarischen Quellen berichtet.“

Kommentare zu " Unterstützung für IS-Miliz: Golfstaat Katar in der Terror-Falle"

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  • Diese kleinen und großen Golfstaaten – meines Erachtens stark an der Spitze Saudi Arabien – treiben mit ihren Ölmilliarden ein übles Spiel, um ihre Diktaturen nach mittelalterlichem Vorbild weiter erhalten zu können und nicht selbst Opfer des religiös begründeten arabischen Terrorismus zu werden – Die Herkunft des Al Caida-Führers Bin Laden aus der leider sehr zahlreichen Saudi-Dynastie ist deutliches Symbol dafür. Aber in dieser Hinsicht ist nicht nur darüber hinaus auf die USA mit ihrem eigenartigen Verständnis von Demokratieexporten zu deuten, sondern auch auf diese EU-Kommission, die jetzt mit ihrem Übervater Draghi die europäische Wirtschaft ruiniert und trotz immenser Schuldenanhäufung mit europäischen Steuergeldern arabischen Terrorismus finanziert: So z.B. erhält die palästinensische Terrortruppe Hamas jährlich 300 Mio. Unterstützung aus dem europäischen Steueraufkommen: Eine Terrorgruppe, die über Amin al Husseini und Arafat eindeutig nazistische Wurzeln hat (siehe Wikipedia zum Stichwort al Husseini), das alles auch gar nicht verheimlicht und mit ihrer asymmetrischen Kriegführung unter bevorzugter Einbeziehung aller Teile der Zivilbevölkerung, von Krankenhäusern, Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen ein schmutziges Geschäft betreibt sowie in Palästina alles andere als eine Zweistaatenlösung will, sondern das, was der Ayatollah Chomeini propagierte: Am letzten Freitag des Ramadan alle religiösen Konflikte ruhen zu lassen und sich auf die Vernichtung der Juden im Vorderen Orient zu konzentrieren: Er propagiert also einen zweiten Holocaust als Fortsetzung und Vollendung der Beschlüsse auf der Wannseekonferenz vom 20. Januar 1942. Diese Absichten wird man m.E. nicht verhindern können, schon gar nicht mit dem politischen Gelaber in Europa und aderswo - man muß ihn aber nicht noch großzügig unterstützen - das ist das eigentliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit - und wir alle machen durch laufende Wahlentscheidungen mit.

  • Woher kam und kommt eigentlich der Terror? Ist es nicht so das 12% der Weltbevölkerung den Rest der Welt als Kolonie betrachten, und dementsprechend mit zweierlei Maß misst?

    Täglich sterben einhunderttausend Kinder an Hunger und deren Folgen von Hunger. Ein Imperium der Schande. Terrorismus hat Ursachen, aber die werden nicht beseitigt. Wurde in den westlichen Medien, einmal die Liste der zivilen Opfer durch den westlichen Angriff, auf Grund einer Lüge, auf den Irak in den Medien mit Fotos von zerfetzten Kindern, Frauen, alten Menschen etc. gezeigt? Und die Frage gestellt: " Wer stoppt den Westen"? Diese einseitige Berichterstattung im Westen, widert mich nur noch an!!!!!

  • Europa und Deutschland sollte sich NICHT in solche mittelalterlichen "Religionskriege" (Sunniten versus Schiiten) (als "Ungläubige"!!!) hineinziehen lassen! Dies ist allein Sache der "regionalen Mächte" (großarabischer Raum, Golfstaaten, Katar, Saudis usw.) - diese haben "genug Geld" (Ölvorkommen usw.), Mittel und "Verständnis" diese/ihre Region "zu befrieden!" Europa und Deutschland sind doch keine "ungläubigen Söldner" auf einem mittelalterlichen Schlachtfeld mit "religiösem Hintergrund". Insofern ist auch in diesem Sinne Bundespräs Gauck zu widersprechen, dass hier die Bundeswehr sich "hier irgendwie mehr engagieren" soll/sollte! Schon wegen der religiösen Gegensätze (z.B. Christen versus Muslime) wird dies immer eine "mission impossible" sein & werden!
    Vielleicht sollten die dummen Amerikaner (!!!) mal ihre vielfältigen "Geheimdienstaktivitäten" dafür einsetzen um herauszufinden, wie nun die Finanzierung der IS und anderer ähnlicher Terrorgruppen WIRKLICH erfolgt und diese Kanäle trockenlegen - anstatt z.B. Frau Merkel und andere deutsche Politiker auszuspionieren! Wenn man(=USA) aber selbst fast pleite ist und schon auf Gelder aus dem Katar wohl angewiesen ist, ist dies aber ein riesiges US (!!!)-Dilemma!
    Pervers - hochbezahlte US-GI's kämpfen gegen IS-Terrorsoldaten, die wiederum aus den Einnahmen der Ölverkäufen der Golfstaaten an die USA finanziert werden! Die dumme Politik der (ex-) Großmacht USA gescheitert auf allen Ebenen - dies schon seit Jahrzehnten! Ebenso wie in der Finanzpolitik - die USA sind doch schon lange kein Vorbild mehr!

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