Unterstützung Spanien könnte Hilfsgelder erhalten

Eine Variante der Finanzierung aus dem EFSF-Rettungsfonds wird einem Medienbericht zufolge zur Unterstützung Spaniens erwogen. Ministerpräsident Rajoy drängt allgemein auf mehr Unterstützung für Euro-Länder in der Krise.
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Der Eingang zur Madrider Börse. Quelle: dapd

Der Eingang zur Madrider Börse.

(Foto: dapd)

Berlin/MadridDas immer tiefer in die Schuldenspirale taumelnde Spanien könnte einem Medienbericht zufolge eine vorsorgliche Hilfsmaßnahme aus dem Euro-Rettungsschirm erhalten. Es werde geprüft, ob für Spanien eine vorsorgliche Kreditlinie („precautionary programmes“, Info-Dokument) aus dem EFSF bereitgestellt werden soll, berichtet die Zeitung „Die Welt“ vorab aus ihrer Mittwochsausgabe unter Berufung auf mehrere nicht näher genannte Quellen.

Dies sei eine Option, über die diskutiert werde. Eine vorsorgliche Hilfsmaßnahme könnte Spanien noch vor der Wahl in Griechenland und der Vorlage eines Berichts zum Zustand der spanischen Banken beantragen, hieß es. Dann stünde das Geld bereit für den Fall, dass es zu Turbulenzen kommt.

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hat bereits Europa um mehr Unterstützung für die Euro-Krisenländer gebeten, ohne jedoch diese Variante der möglichen Hilfe anzusprechen. Die EU müsse klar sagen, wie sie enger zusammenrücken wolle, und dass der Euro „nicht in Gefahr“ sei, sagte Rajoy im Senat in Madrid. „Und sie muss Ländern in Schwierigkeiten helfen“, fügte er hinzu. Neben einer Fiskalunion mit einer gemeinsamen Aufsichtsbehörde zur Haushaltskontrolle brauche die EU auch eine Bankenunion mit gemeinsamen Staatsanleihen, sogenannten Eurobonds, einer gemeinsamen Aufsicht und einer gemeinsamen Einlagensicherung, forderte Rajoy.

Die spanische Regierung stützt den unter einer geplatzten Immobilien- und Kreditblase leidenden Bankensektor des Landes derzeit mit Milliardenbeträgen, um dessen Zusammenbruch zu verhindern. Bisher will Madrid keine Hilfen aus dem Euro-Krisenfonds EFSF in Anspruch nehmen, sondern die Krise allein in den Griff bekommen. Wegen leerer Kassen, einer lahmenden Konjunktur und einer hohen Arbeitslosenrate gilt Spanien allerdings als Kandidat für europäische Hilfen.

Spaniens größtes Problem sei, sich an den Finanzmärkten mit frischem Geld zu versorgen, sagte Rajoy. Madrid muss zurzeit Rekordzinsen zahlen, um sich Geld zu leihen. Auch die Risikoprämien für spanische Staatsanleihen stiegen zuletzt stark an. Spanien sei "in einer äußerst schwierigen Lage", sagte Rajoy. Um sie in den Griff zu bekommen, seien aber auch Reformen auf europäischer Ebene nötig.

  • afp
  • rtr
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25 Kommentare zu "Unterstützung: Spanien könnte Geld aus Rettungsfonds erhalten"

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  • Artikel am 23.5.12 http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE84M05G20120523
    SCHÄUBLE: VERTRÄGE ERLAUBEN KEINE GEMEINSAMEN ANLEIHEN
    ….. . Deutschland pocht auf den EU-Vertrag, der vorsieht, dass kein Staat für die Schulden eines anderen einstehen darf. "Es ist ja gegen die europäischen Verträge. Wir haben klare vertragliche Regelungen", betonte Schäuble.

    Herr Schäuble/Fr. Merkel, dann tun sie es endlich; No-Bailout!
    Logischer Weise gibt es dann keine Eurobonds, für die wir haften, keinen Rettungschirm für verschuldete Staaten, für die wir bürgen und auch zahlen werden, und schon gar keinen ESM.
    Auf der Invest in Stuttgart war die Bundesbank vertreten. Wenn ich mich richtig erinnere, dann hat mir der Mann am Stand erklärt, dass das Problem mit den Target2- Schulden gar nicht existiert, da dies eine technische Sache sei, und in kurzen Abständen ausgeglichen wird. Ja dann gleicht mal aus!
    Bis jetzt waren alle Vorhersagen der Politik falsch, oder Lug und Trug? Ist erst Schluss, wenn das deutsche Volksvermögen dem Eurowahn geopfert ist? Am 17.3.2010 titelte die Welt: „Griechenland will keinen Cent aus Deutschland“. Genauso wenig wollte Irland und Portugal einen Cent. Niemals wird Italien, Spanien oder Frankreich Geld von uns wollen. Schon gar nicht deren Banken.
    Im HB erschien am 28.5.12 unter Politik ein Artikel: Spanien will seine Banken ohne EU-Hilfe retten. Die Aussagen über die finanziellen Verhältnisse sind nur noch Tage gültig. Spanien hat es nicht mal mehr geschafft, seine Lage bis nach dem in Kraft treten des ESM zu verbergen. Wir können relativ sicher sein, dass Frankreich und Italien die Katze auch noch aus dem Sack lassen werden, aber möglichst erst wenn der ESM da ist. Es wird von einer Tasche in die andere gelogen, und mit neuen Tricks gearbeitet. Zieht niemand endlich den Stecker, es ist sinnlos, wir können die Lage nicht mehr „retten“. Aus die Maus.
    Verfassungsgericht rette uns! http://buendnis-buergerwille.de/index.php?id=190

  • Die ganzen PIIGS Länder mit Ausnahme Irlands wollen nur viel Geld weil Sie zu feige sind reale Reformen umzusetzen, die über Feigenblätter hinausgehen. Die sogenannten Sparmaßnahmen sind in Wirklichkeit keine Einsparungen sondern massive Steuererhöhungen, die die Rezessionen verschärfen. Steuererhöhungen sind einfacher als unbedingt nötige Reformen am Arbeitsmarkt! Diese Politiker sind doch alles Männer ohne E...

  • Die reinste Verarschung der Deutschen Steuerzahler und deren Sozialkassen!!!

    Rajoy in Co zeigen eines: Europa hat nicht nur eine monetäre Krise sondern vor allen Dingen eine politische Krise zu bewältigen.

    Was in Spanien abläuft ist genause furchtbar wie in Griechenland: Die Politiker dort, die wie in einem schlechten Operettenstück agieren, schaffen es durch pure Dummheit, Deutschland zu erpressen. Ich kann das nicht mehr nachvollziehe.

    Obwohl es - entgegen Frau Lagards Einwurf - sehr wohl einen Masterplan gibt. Für Spanien und Europa wäre es am besten, wenn die sog. Herren in schwarzen Anzügen der Troika anrauschen. Diese Dilletanten in Südeuropa gehen mir ganz gewaltig auf den Keks. Was denkt sich dieser arrogante Spanier???

    Im Klartext: Wir sollen aus unseren Sozialkassen spanische Banken raushauen??? Und das soll gerecht sein?

    Dass Spanien ein politisches Problem hat, sieht man daran, dass die Jugenarbeitslosigkeit auch vor dem Euro viel zu groß war und auch während der (Immobilien)Boomphase zu hoch war. Fazit: Versagen der Politik!!!

    Lächerlich ist, dass man jetzt sagt, man bräuchte ja nur 40 Milliarden!!! Heute 40 Milliarden, und morgen 400 Milliarden, ohne Konditionen, so siehts aus!!! Das ist eine Ohrfeige für die deutschen Steuerzahler. In PIIGS-Land wird gelogen bis sich die Balken biegen. Meine Gedult neigt sich dem Ende.

    Und schließlich: Warum hat (angeblich) Spanien alles richtig gemacht? Die spanische Immobilienblase ist genauso gut oder schlecht wie die US-amerikanische. Ich sehe da keinen Unterschied. Es wurde auf Pump finanziert, jeder hat sich die Taschen vollgestopft!

    Auch wenn man sagt, dass Spanien ja nicht so viel Schulden gemacht hat. Letztlich ist Spanien SELBST für die lasche Kreditvergabe verahntwortlich.

  • Ja, das ist genau der Mechanismus, der zu befürchten ist. Vor 15 Jahren zahlte man locker 12-15 % Zinsen, heute sieht man das Geld der Deutschen und umkreist sie, wie ein Rudel Wölfe das dumme Schaf. Denn: nun kriegt man es erheblich günstiger, weil andere Solidarität zeeigen "müssen".

  • Alle Euroländer wollen nur unterstützt werden. Haben wir den Sinn der EU falsch verstanden? Wurde uns die EU unter Vorgabe falscher Ziele verkauft? Das einzige, was die EU-Regierung fertigbringt ist die Verschuldungsspirale mit deutschem Steuerzahlergeld weiter nach oben zu schrauben. Unter dem Titel "Rettung" natürlich. Klingt für den deutschen Steuerzahler akzeptabler.

  • Bei entsprechender Streuung würden auch HY-Government-Bonds gekauft

  • Völlig egal was sie jetzt machen. Das Geld der deutschen Bevölkerung ist eh schon weg. Das Land rostet vor sich hin, während in den ganzen Südländern alles erneuert wurde. Aber wir Deutschen werden danach erneut wieder alles aufbauen. Und dann werden wir keiner Regierung mehr vertrauen die das Land mit Zuwanderern verwässert und behauptet wir (das Volk) wollten es ja so! Und wir werden uns von einer Regierung dann auch nicht mehr bevormunden lassen, sondern Vieles demokratisch selber beschliessen! Zieht euch warm an!

  • Wenn die globale Konjunktur noch ein bisschen weiter abflaut, dann kann Deutschland Chinabonds anfordern, weil es sonst keine Chance mehr gibt die 2 Billionen Schulden neu zu finanzieren. Deutschland ist genauso pleite wie Spanien, weiss es nur noch nicht. Der deutsche Steuerzahler wird genauso für dumm verkauft wie der spanische, portugisische oder grichische. Für das "frische Geld" von dem hier immer gesprochen wird ist schon längst kein Gegenwert mehr da. Ich bin ein grosser Europäer, aber was unsere führende Klasse da verzapft hat ist schon erschreckend. Und wir alle haben zugeschaut....

  • Krethi und Plethi gründen eine Bank. Sie fahren ihr
    ''Unternehmen'' an die Wand und werden vom Rettungs-
    schirm aufgefangen.
    Das Spiel beginnt aufs Neue, bis sich, wie in Spanien
    und Griechenland, Milliardensummen an Schulden ange-
    häuft haben.
    Zum Schluß ist der BRD Steuerzahler gescheitert und
    nicht der Euro und Europa wie uns die Kanzlerin ver-
    kaufen will.
    So gilt es sofort gegen diesen Rettungswahnsinn mit
    einer Beschwerde gegen das ESM-Ermächtigungsgesetz
    unter post.pet@bundestag.de unter Kennzeichen 24314
    Protest einzulegen!!

  • "Spanien könnte Geld aus Rettungsfonds erhalten" sollte doch sicher "Spanien wird Geld aus Rettungsfonds erhalten" heißen. Denn es ist doch so klar wie nur was, dass unsere Volksvertreter erst mit dem Geldverschenken aufhören werden, wenn wir alle total mittellos sind und vollumfänglich aus Brüssel regiert werden.

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