Untersuchung befürchtet
Dem CIA sind die eigenen Verhörmethoden suspekt

Amerikanische Geheimdienstagenten sind nach einem Bericht der „New York Times“ zunehmend besorgt über brutale Verhörmethoden ihrer eigenen Kollegen.

HB WASHINGTON. So sei der vor gut einem Jahr festgenommene Bin Laden-Vertraute Chalid Scheich Mohammed festgebunden und unter Wasser gedrückt worden, um ihn in Todesangst zu versetzen und damit zum Reden zu bringen, berichtete die Zeitung am Donnerstag. Anderen würden Medikamente oder Nahrung vorenthalten. Eine Methode sei es, die Gefangenen in dem Glauben zu lassen, dass sie in Länder deportiert werden, in denen ihnen schwere Folter oder Hinrichtung droht.

„Einige der Beteiligten fürchten, dass es irgendwann einen anderen Präsidenten gibt, die Stimmung in der Bevölkerung umschlägt und sie zur Rechenschaft gezogen werden“, zitierte die Zeitung einen Beamten.

Die Methoden seien vom Justizministerium und dem Geheimdienst CIA für Verhöre ranghoher Mitglieder des Terrornetzwerks El Kaida genehmigt worden, berichtete die Zeitung. Regierungsbeamte sähen darin keine Verletzung des Folterverbots. Im Antiterrorkampf könnten Gefangene nur auf diese Weise gezwungen werden, Informationen zur Verhinderung weiterer Anschläge preiszugeben. Die CIA fürchte, dass im Zuge der Untersuchung von Misshandlungen durch die Militärpolizei im Irak nun auch ihre Verhörmethoden unter die Lupe genommen werden.

Mehrere Dutzend El Kaida-Mitglieder werden von den USA an geheimen Orten festgehalten und verhört. Menschenrechtsgruppen haben keinen Zugang zu den Gefangenen.

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