Untersuchungen eingeleitet: Afghanistan: Sieben Soldaten bei Explosion getötet

Untersuchungen eingeleitet
Afghanistan: Sieben Soldaten bei Explosion getötet

Sieben US-Soldaten sind laut US-Armee am Donnerstagabend bei der Explosion eines Waffenlagers in Afghanistan getötet worden.

HB KABUL/WASHINGTON. Ein Soldat werde noch vermisst, teilten die US-Streitkräfte in Afghanistan am Freitag in der Hauptstadt Kabul mit. Drei amerikanische Soldaten und ein afghanischer Übersetzer seien verletzt worden. Ein Vertreter der Regierung des betroffenen Distrikts Jaghato betonte, es habe sich um einen Unfall gehandelt.

Der Vertreter der Distriktregierung sagte, eine US-Patrouille sei am Donnerstag von der örtlichen Bevölkerung gebeten worden, ein Waffenlager im Dorf Dehe Ain zu beseitigen. Den Soldaten sei ein Fehler unterlaufen, der zur Explosion geführt habe. Einzelheiten nannte er nicht. Der Sprecher der US-Streitkräfte in Afghanistan, Brian Hilferty, sagte, es gebe keine Anzeichen für einen Anschlag. Die Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

Hilferty sagte auch mit Blick auf die Anschläge auf die Internationale Schutztruppe ISAF am Dienstag und Mittwoch: „Es war eine teure Woche für die ISAF und die (US-geführten) Koalitionstruppen.“ Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) will an diesem Samstag die 210 deutschen ISAF-Soldaten im nordafghanischen Kundus besuchen.

Bei den zwei Selbstmordanschlägen mutmaßlicher Taliban-Kämpfer auf ISAF-Truppen in Kabul waren ein kanadischer und ein britischer Soldat sowie zwei afghanische Zivilisten getötet worden. Die Bundeswehr stellt mehr als 1500 der rund 5500 ISAF-Soldaten. Getrennt von der ISAF-Friedenstruppe suchen die US-geführten Koalitionstruppen mit ihren rund 12 000 Soldaten nach Kämpfern der Ende 2001 gestürzten radikalislamischen Taliban und des Terrornetzwerks El Kaida.

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