Untersuchungsausschuss zu den Terroranschlägen vom 11. September
Bush und Cheney stehen Rede und Antwort

Erstmals hat US-Präsident George W. Bush, nach monatelangem Tauziehen über Verfahrensfragen, dem Kongress-Untersuchungsausschuss zu den Terroranschläge vom 11. September 2001 ausgesagt. Bush stand am Donnerstag gemeinsam mit Vizepräsident Dick Cheney im Weißen Haus in Washington zehn Ausschuss-Mitgliedern Rede und Antwort.

HB WASHINGTON. Bush bezeichnete die Atmosphäre bei der drei Stunden dauernden Befragung am Donnerstag als herzlich. Er und Cheney hätten bei der Aussprache, die im Oval Office im Weißen Haus stattfand, alle Fragen des paritätisch besetzten Ausschusses beantwortet.

In einer nach der Runde veröffentlichten Erklärung des Ausschusses wurde der Auftritt Bushs und Cheneys, dem im Wahljahr besondere Bedeutung zukommt, als offen und hilfreich für den zum 26. Juli erwarteten Abschlussbericht gewürdigt.

Bush und Cheney hatten hinter verschlossenen Türen im Oval Office vor der Untersuchungskommission, bestehend aus fünf Republikanern und fünf Demokraten, zu den Anschlägen vom 11. September auf das World Trade Center in New York und das Pentagon bei Washington ausgesagt. Es ging unter anderem um den Vorwurf, die Regierung in Washington habe die Gefahr durch die Mitglieder der Extremisten-Organisation El Kaida seinerzeit unterschätzt und wichtige Abwehrmaßnahmen unterlassen.

„Wenn wir etwas zu verbergen gehabt hätten, würden wir uns nicht an erster Stelle mit ihnen getroffen haben“, sagte Bush vor Journalisten im Rosengarten des Präsidialamts nach der unter strikter Abschirmung abgehaltenen Sitzung. „Wir haben alle ihre Fragen beantwortet.“ Er habe nach der Aussprache die Hoffnung, dass die Kommission nun mit weiteren Empfehlungen aufwarten werde, wie künftig Anschläge von Terroristen sicherer zu verhindern seien, fügte Bush hinzu.

Er habe die Gelegenheit wahrgenommen, vor der Kommission deutlich zu machen, mit welcher Strategie die Regierung auf die Bedrohung durch die Extremisten reagiere. Dass das Treffen letztlich auf Druck der Angehörigen der über 3 000 Opfer der Flugzeug-Anschläge zu Stande kam, ließ Bush unerwähnt.

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