Untersuchungshaft sollte ursprünglich noch im März enden
U-Haft für Ex-Jukos-Chef Chodorkowski verlängert

Der frühere Chef des russischen Jukos-Ölkonzerns, Chodorkowski, bleibt in Untersuchungshaft. Ein Gericht lehnte seinen Antrag auf Entlassung aus dem Gefängnis ab.

HB BERLIN. Der russische Industriemagnat Michail Chodorkowski, bis Oktober 2003 Chef des Energiekonzerns Jukos und reichster Mann seines Landes, muss weiterhin im Gefängnis bleiben. Ein Gericht in Moskau verlängerte nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax am Freitag seine Untersuchungshaft um zwei Monate bis zum 25. Mai. Eigentlich sollte Chodorkowski Ende März wieder entlassen werden. Er war im Oktober unter dem Vorwurf des Betrugs und der Steuerhinterziehung in Milliardenhöhe festgenommen worden.

Kritiker sehen im Vorgehen der russischen Staatsanwaltschaft eine Kampagne des Kremls und rivalisierender Energiekonzerne, um die politischen Ambitionen Chodorkowskis zu stoppen und die Ressourcen von Jukos unter ihre Kontrolle zu bekommen. Präsident Wladimir Putin erklärte Chodorkowskis Festnahme dagegen mit dem Bestreben, gegen Korruption vorzugehen.

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