Unzufriedenheit mit Reformen
In Frankreich demonstrieren die Wissenschaftler

Am Donnerstag sollen Streiks ganz Frankreich lahm legen. Die Gewerkschaften haben vor allem die Eisenbahn, Stromkonzerne, die Post und die France Télécom aufs Korn genommen. Frankreichs Wissenschaftler artikulieren ihren Protest schon am Mittwoch.

HB PARIS. Einen Tag vor einem landesweiten Streik in Frankreich sind am Mittwoch bereits Tausende Wissenschaftler auf die Straße gegangen, um für eine Erhöhung der Forschungsausgaben zu demonstrieren. Gleichzeitig gingen die Schülerproteste gegen die geplante Schulreform weiter.

An diesem Donnerstag wollen die Gewerkschaften für die Sicherung der Arbeitsplätze und der Kaufkraft sowie den Erhalt der 35-Stunden-Woche streiken. Zu schwersten Behinderungen dürfte es nach Angaben der Eisenbahngesellschaft SNCF im Nahverkehr in und um Paris kommen.

Im Fernverkehr soll jeder zweite Zug betroffen sein, doch werden für den grenzüberschreitenden Verkehr nach Belgien, Deutschland und Großbritannien keine Ausfälle erwartet. Auch der Stromkonzern EDF, die Post und France Télécom werden bestreikt; im Privatbereich sind Banken, Reisebüros, das Baugewerbe und die Metallindustrie betroffen.

Die Regierung des konservativen Premierministers Jean-Pierre Raffarin hat mit ihrer Sparpolitik viel Popularität verloren. Verstärkt wird das schlechte soziale Klima durch Rekordgewinne von Großunternehmen und den Anstieg der Arbeitslosenquote, die im Januar erstmals seit fünf Jahren auf zehn Prozent kletterte.

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