Unzureichende Vernichtung von Mohnanbauflächen
USA kritisieren Drogenbekämpfung in Afghanistan

Einem Medienbericht zufolge ist die US-Regierung unzufrieden mit der Bekämpfung des Mohnanbaus in Afghanistan. Sowohl Präsident Karsai als auch Großbritannien stehen in der Kritik.

HB BERLIN. Die US-Regierung hat dem Präsidenten Afghanistans, Hamid Karsai, vorgeworfen, nicht genug in der Drogenbekämpfung zu unternehmen. Örtliche Funktionäre eines von den USA finanzierten Programms würden die Vernichtung von Mohnanbauflächen, die den Rohstoff für die Droge Heroin liefern, behindern. Das berichtete die „New York Times“ am Samstag unter Berufung auf eine interne Aktennotiz.

Präsident Hamid Karsai und seine Regierung unternähmen zudem wenig, um das Programm durchzusetzen, soll es in dem Vermerk der US-Botschaft in Kabul vom 13. Mai heißen, der an Außenministerin Condoleezza Rice adressiert gewesen sei. „Obwohl Präsident Karsai sehr wohl über die Probleme mit der Umsetzung eines wirksamen Vernichtungsprogramms unterrichtet ist, hat er keine starke Führung zu dessen Durchsetzung zeigen wollen“, zitiert die Zeitung die Aktennotiz.

Ferner werde darin Großbritannien, das federführend bei der Drogenbekämpfung in Afghanistan ist, vorgeworfen, die Verantwortung dafür zu tragen, dass nicht mehr Mohnanbauflächen vernichtet worden seien. Die Briten hätten oft nicht die wichtigsten Anbaugebiete für Vernichtungsaktionen ausgesucht und seien nicht bereit, ihre Auswahl zu korrigieren, hieß es.

Karsai trifft im Laufe der Woche in Washington zu einem Gespräch mit US-Präsident George W. Bush zusammen.

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