Uran-Umwandlung in Isfahan soll fortgesetzt werden
Atombehörde inspiziert geheime Anlage in Iran

Iran hat am 26. Jahrestag der Besetzung der US-Botschaft in Teheran widersprüchliche Signale an die internationale Gemeinschaft gesandt.

HB TEHERAN. Vor dem ehemaligen Botschaftsgebäude riefen Tausende Menschen Parolen wie „Tod Amerika“ und „Tod Israel“. Die Regierung bestätigte außerdem, dass der neue Präsident Mahmud Ahmadinedschad zahlreiche Botschafter im Ausland auswechselt, darunter als gemäßigt geltende Diplomaten in westlichen Hauptstädten. Gleichzeitig gewährte Iran der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) aber Zugang zu einer abgeschirmten Militäranlage in Partschin.

Der Jahrestag der Botschaftsbesetzung wird in Iran als „Tag der nationalen Konfrontation mit dem Weltimperialismus“ begangen. Im November 1979 hatten iranische Studenten die US-Botschaft besetzt und die US-Mitarbeiter 444 Tage lang als Geiseln festgehalten.

Die USA vermuten, dass Iran in dem Komplex in Partschin an einem geheimen Atomwaffenprogramm arbeitet. Wie aus diplomatischen Kreisen in Wien verlautete, durften die Inspektoren nun Gebäude betreten, die ihnen bei einem ersten Besuch im Januar, wo sie sich nur unter strenger Aufsicht bewegen durften, noch verschlossen blieben.

Trotz Drucks der USA und der Europäischen Union will die Führung in Teheran einem Diplomaten zufolge die Uran-Umwandlung in der Atomanlage Isfahan ab der kommenden Woche fortsetzen. Im August hatte Iran Isfahan, wo eine Vorstufe der Urananreicherung abläuft, gegen internationalen Protest wieder angefahren. Uran kann je nach Anreicherungsgrad zum Betrieb von Atomkraftwerken, aber auch zum Bau von Nuklearwaffen verwendet werden. Die IAEA hatte im September beschlossen, den Atomstreit mit Iran gegebenenfalls vor den Uno-Sicherheitsrat zu bringen, der Sanktionen beschließen könnte.

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