Urnengang im Iran
Wahlschlappe für Ahmadinedschad

Der iranische Präsident hat die Vorherrschaft seines Lagers im Parlament laut Medienberichten eingebüßt. Die Sitz-Mehrheit hätten seine konservativen Gegenspieler um Parlamentspräsident Ali Laridschani gewonnen.
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TeheranIrans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat bei der Parlamentswahl eine Schlappe erlitten. Eine Gruppe von Ahmadinedschad-Gegnern hat eine Mehrheit der 290 Sitze im Parlament gewonnen, wie iranische Medien am Samstag mitteilten. Die Konservativen hätten sich auch die als politisch besonders wichtig angesehenen 30 Sitze in der Hauptstadt Teheran gesichert. Selbst Ahmadinedschads Schwester Parvin sei in Garmsar, der Heimatstadt des Präsidenten, nicht gewählt worden. Mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis wird erst am Sonntag gerechnet.

Die Parlamentswahl war ein wichtiger Stimmungstest für Ahmadinedschad sowie das Mullah-Regime. Die Wahlbeteiligung soll bei 66 Prozent liegen. Das wäre ein Prozentpunkt mehr als bei der Parlamentswahl von 2008. Die Opposition nennt die Angaben frisiert. Sie hatte zu einem Wahlboykott aufgerufen.

Die Parlamentswahl stärkt das konservative Lager um Parlamentspräsident Ali Laridschani. Der 53-Jährige ist ein erbitterter Gegner von Ahmadinedschad. Laridschani habe in Ghom mit sehr großer Mehrheit gewonnen, berichteten die iranischen Medien.

Damit geht Laridschani nach der Parlamentswahl auf Siegeskurs. Der 53-Jährige ist mit seinem jetzigen Wahlerfolg aussichtsreichster Kandidat für die Präsidentenwahl im kommenden Jahr.

Anders als Ahmadinedschad ist Laridschani ein enger Vertrauter des geistlichen Führers und Staatsoberhauptes, Ajatollah Ali Chamenei. Er gehört zur älteren Politikergeneration, die loyal zu den Prinzipien der Islamischen Revolution von 1979 steht und den absoluten Führungsanspruch von Chamenei unterstützt. Sein konservatives Netzwerk nennt sich deshalb „die Prinzipalisten“.

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  • Ich weiß nicht, was daran positiv sein soll, wenn das Land noch weiter in die Krallen religiöser Fanatiker gerät.

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