Ursache wird untersucht
Fünf Tote bei Hubschrauberabsturz in Afghanistan

Beim Absturz eines US-Transporthubschraubers sind am Sonntag in der südafghanischen Unruheprovinz Sabul alle fünf Soldaten an Bord getötet worden.

dpa KABUL. Beim Absturz eines US-Transporthubschraubers sind am Sonntag in der südafghanischen Unruheprovinz Sabul alle fünf Soldaten an Bord getötet worden. Die US-Streitkräfte teilten mit, es gebe keine Anzeichen dafür, dass der Helikopter vom Typ CH-47 Chinook beschossen worden sei.

Der Sprecher der radikalislamischen Taliban, Mufti Latifullah Hakimi, sagte dagegen, die Rebellen hätten den Hubschrauber abgeschossen. Beim Abschuss eines US-Hubschraubers desselben Typs durch die Taliban waren in der ostafghanischen Provinz Kunar Ende Juni alle 16 Soldaten an Bord getötet worden.

Mutmaßliche Taliban-Kämpfer stürmten am Samstag ein Gefängnis und eine Polizeistation in der südostafghanischen Provinz Chost. Bei dem halbstündigen Feuergefecht seien ein Angreifer und ein Gefängnisinsasse ums Leben gekommen, sagte Provinz-Polizeichef Mohammad Ajub der afghanischen Nachrichtenagentur Pajhwok. Dem britischen Sender BBC sagte Ajub, die Rebellen seien nach dem Angriff ins nahe Pakistan geflohen. Afghanistan wirft Pakistan immer wieder vor, im Grenzgebiet nicht ausreichend gegen Rebellen vorzugehen.

Eine Woche nach den Parlaments- und Provinzratswahlen in Afghanistan gab die Wahlbehörde am Sonntag vorläufige Teilergebnisse für die Provinzen Farah, Urusgan und Samangan bekannt. Die Wahlbehörde teilte in Kabul mit, landesweit seien 19 Prozent aller Stimmen ausgezählt. Man gehe davon aus, die vorläufigen Endergebnisse Anfang Oktober bekannt zu geben. Parteien waren nicht zur Wahl zugelassen. Die Bewerber traten als unabhängige Kandidaten an.

Rebellen beschossen nach Angaben von Pajhwok vom Samstag Stimmen- Auszählungszentren in der Hauptstadt Kabul und in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad mit Raketen. Die insgesamt sechs Raketen hätten ihre Ziele verfehlt und keinen Schaden angerichtet. Am Sonntag meldete Pajhwok, die ostafghanischen Stadt Ghasni sei mit zwei Raketen beschossen worden. Ein Passant sei verletzt worden.

In der südafghanischen Provinz Helmand seien zwei Rebellen ums Leben gekommen, als eine Mine, die sie legen wollten, explodierte, berichtete Pajhwok. Die US-Streitkräfte in Afghanistan teilten am Samstag mit, bei einem Bombenanschlag auf eine US-Patrouille in der südafghanischen Provinz Kandahar seien zwei amerikanische Soldaten verwundet worden. Bei einem anschließenden Feuergefecht seien drei mutmaßliche Rebellen gefangen genommen worden. Seit dem Sturz der Taliban Ende 2001 kamen mehr als 190 US-Soldaten in Afghanistan und der Region ums Leben.

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