US-Abgeordnete boykottierten Rede
Iraks Ministerpräsident spricht im US-Kongress

In einer Rede vor dem US-Kongress hat der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki am Mittwoch die Entschlossenheit seines Landes im Kampf gegen den Terror unterstrichen.

HB WASHINGTON. Er verwies auf die Fortschritte bei der Demokratisierung im Irak ungeachtet anhaltender Torpedierungsversuche von Extremisten.

Der Irak sei eine entscheidende Front im Kampf gegen den Terror, erklärte Al-Maliki in Worten, die sich an Aussagen von US-Präsident George W. Bush anlehnten. In seinem Land stünden sich der wahre Islam, der persönliche Freiheit als wesentliches Element ansehe, und der Terror, der sich in einen Deckmantel des Islams hülle, gegenüber, sagte der Bagdader Regierungschef.

Trotz zunehmend kritischer Stimmung im US-Kongress quittierten die Abgeordneten die Rede mit Applaus. Mehrere Vertreter aus den Reihen der oppositionellen Demokraten kritisierten jedoch, dass Al-Maliki die libanesische Hisbollah nicht erwähnte. Andere boykottierten von vornherein die Rede aus Protest gegen Äußerungen des irakischen Regierungschefs zum Konflikt im Libanon. Al-Maliki hatte von „feindlichen Akten“ Israels im Libanon gesprochen.

Der Besuch im Kongress folgte einem Treffen mit Bush im Weißen Haus am Dienstag. Dabei verständigten sich beide Seiten darauf, dass die USA angesichts der anhaltenden Gewalt in Bagdad weitere Soldaten in die irakische Hauptstadt verlegen.

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